´Verrottete Gesellschaft` - Jutta Ditfurth über ein Gelöbnis am 20. Juli 2001
Die vertottete Meinung
von: Oliver Schmitz
- thunderchief79@gmx.de
Datum: 17.07.2002
Sie haben vollkommen Recht das Wort verrotet zu gebrauchen. Denn schließlich kommen Sie aus verrotteten "Verhältnissen" und ich wäre genauso wie Sie geworden. Da ich es aber nicht bin, muss ich Ihnen sagen, dass Sie alles andere als pazifistisch sind, sondern polemisch und hasserfüllt. Ihre Sippe mögen Nazipack gewesen sein, die Offiziere vom 20. Juli vielleicht auch, aber sie haben einen wichtigen Erkenntnisprozess gemacht, eben ihrem "Führer" nicht mehr zu folgen ! Genau in dieser Tradition legen die Rekruten ihr Gelöbnis ab! Und ich war auch Wehrpflichtiger, Staatsbürger in Uniform, um Demokratie und Meinungsfreiheit gegen aussen zu verteidigen. Auch Ihre Meinungsfreiheit! Oder das was Sie als "Meinung" ausgeben.
Schade schade
von: Werner Schaller
- zackischaller@aol.com
Datum: 31.07.2001
So brilliant ihr Vater war, so dämmlich ist Jutta Ditfurth. Vielleicht sollte sie sich doch ein Ticket für Nord Korea besorgen. Für ein Völkergefängnis wie Jugoslawien hat sie Verständnis, für die Slowenen und Kroaten jedoch nicht.
Sprachlos
von: Werner Liedmann
- werner.liedmann@t-online.de
Datum: 31.07.2001
Jutta Ditfuth hat nichts mehr zu sagen. Kein neuer Gedanke der den gesellschaftlichen Diskurs anregen würde. Kein Gedanke der über das hinaus geht was sie schon vor 10 Jahren gedacht hat.
Anmerkung
von: Florian Wachter
- fwachter@e-politik.de
Datum: 23.07.2001
Lieber Thomas,
um eines ganz deutlich zu machen: Interviews geben selbstverständlich die Meinung des Interviewten wieder und nicht die der Redaktion von e-politik.de. Ich selbst halte die Argumentation von Jutta Ditfurth übrigens auch für "realitätsfremd". Jutta Ditfurth allerdings Volksverhetzung zu unterstellen und sie mit Rechtsextremen gleichzusetzen lehne ich schon der Begrifflichkeit wegen ab ... Grundsätzlich finde ich es völlig in Ordnung - auch aus meinem journalistischen Selbstverständnis heraus - ein Interview mit Jutta Ditfurth abzudrucken. Interviews werfen immer ein Schlaglicht auf den Interviewten. Jutta Ditfurth argumentiert so, wie sie argumentiert. In Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte - auch wenn Dir daran Zweifel kommen mögen.
Volkshetze durch verrottete Pazifistin?
von: Thomas Bauer
- kriegerbo@web.de
Datum: 23.07.2001
Das ist ja wohl starker Tobak, was die gute Frau Ditfurth da von sich lässt! Verrottet Gesellschaft, ja, da stimme ich ihr zu, aber sie ist Teil davon. Wer so arrogant, relitätsfremd, unhistorisch und unliberal über andere urteilt, ohne auch nur den Hauch einer Diskussion zuzulassen, steht auf der falschen Seite der Linie. Gelöbnisse sind eine Feier für Wehrpflichige. Frau Ditfurths Aussage, hier stünden Freiwillige, strimmt also schon mal nicht. Es ist ja wohl die Höhe, sich über die Sicherheitsmaßnahmen zu beschweren, die nur deswegen existieren, weil in den letzten Jahren z.T gewalttätige und die Veranstaltung beschämende Proteste veranstaltet worden wären. Die Bundeswehr versucht sich in die Öffentlichkeit zu begeben, um den Vorwurf der Isolation zu vermeiden, und Frau Ditfurth fühlt sich angegriffen. Außerdem ist es ein symbolischer Akt, dass sich die modernen Streitkräfte der Republik dort versammeln, wo der einzige Versuch des alten Militärs, mit Rassenwahn und Vernichtungskreig zu brechen, abgeurteilt worden ist. Die Männer des 20. Juli als faschistische Mörder und Kriegsverbecher zu bezeichen ist die nächste Frechheit in diesem Interview. Bitte beim nächsten Mal ein gutes Geschichtsbuch zur Hand nehmen, Frau Ditfurth, dann fällt ihnen vielleicht auch auf, dass bei den Putschisten vom 20. Juli auch viele Zivilisten dabei waren. Im übrigen hat Staufenbergs Witwe bestimmt eine andere Geschichte zu erzählen, nämlich die von jahrelanger Demütigung, Schikane und Beschimpfung durch andersdenkende Militärs, die in dem Anschlag nur einen Hochverrat sahen, nicht aber die moralische Verantwortung zum Handeln. Zu guter letzt werden dann auch noch die friendensicherneden und lebensrettenden Einsätz der Bundeswerh als imperialistische Kriegstreiberei bezeichnet...mir fehlen die Worte! Somalia hat hungernden Menschen den Zugang zu Hilfsgütern gesichert, und auf dem Balkan leisten Soldaten freiwillig ihren Dienst unter erheblichem Risiko, um ein weiteres "Pulverfass Balkan" zu entschärfen. Will Frau Ditfurth lieber zusehen, wie einMann, oder eine Ideologie die Welt vernichtet? Außerdem sind auch wir im Zweiten Weltkrieg nicht von Diplomaten befreit worden, sondern von Truppen der gegenerischen Armeen. Und verschonen sie mich mit diesem "Resourcenmythos" aus dem letzten Weißbuch der Bundeswehr. Schlagen sie mal nach, dann stellen sie fest, dass ein solcher Satz gar nicht vorhanden ist. Vielmehr geht es dabei um die Sicherung der Rohstoffquellen vor aggressieven Machthabern, die ansonsten ein Erpressungspotential mehr besitzen würden. Geschichtsverfälschung, Verleumdung und bösartige Hetzkampagnen...Liebe e-politik Redaktion. Ich habe viel Verstädnnis für freie Meinungsäußerung, aber wenn nochmal so ein Ding reingestellt wird, dann könnt ihr auch die nächste NPD-Wochenzeitung abdrucken, oder Liedgut der braunen Art diskutieren. Das hat nichts mit einer liberalen Grundeinstellung zu tun, was Frau Ditfuth äußert, das ist, und ich verwende den Begriff absichtlich, "Volksverhetzung". Dafür solltet ihr kein Forum anbieten!
Klare Worte tun gut
von: Hartwig Pautz
- hartwig.pautz@arcormail.de
Datum: 23.07.2001
Ich finde es sehr gut, daß Ihr das Interview veröffentlicht habt: Schließlich tut Wahrheit gut und daß unsere Helden vom 20.Juli ganz sicher nicht aus menschlicher Güte oder DemokratieverpflichtungHitler beseitigen wollten, ist nun mal die Wahrheit.
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