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Edmund G. Stoiber

Peter Köhler/ Jürgen Roth: Edmund G. Stoiber. Weltstaatsmann und Freund des Volkes

Autor :  Sead Husic
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 22.09.2002

Peter Köhler und Jürgen Roth haben sich auf humoristische Weise Edmund Stoiber genähert. Sead Husic hat ihr Buch gelesen.


Die Autoren schreiben über den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU Edmund Stoiber und wollen dabei witzig sein. Ein schwieriges Unterfangen, bei dem man leicht scheitern kann. Peter Köhler und Jürgen Roth sind daran gescheitert, dies gleich vorweg.

Sie versuchen sich an der Biographie des „Weltstaatsmannes und Freund des Volkes“ entlangzukomikern und kalauern – oder versuchen mit aller Macht Parallelen zu ziehen zum „Führer“ - haha! Das, so glauben die beiden Autoren, funktioniere praktisch immer. Man nehme einen Politiker und spiele auf Adolf Hitler an, ganz gleich wie geschmacklos und unpassend dies ist. Schon hauen sich die Leser von den Satiremagazinen Titanic und Eulenspiegel auf die Schenkel.

Schenkelklopfer?

Bereits auf dem Titelbild des Buches soll die Pose Stoibers, stehend, der rechte Arm abgewinkelt, die Hand offen, sodass gleich die Handkante niedersausen könnte, vor einem Tisch auf dem Zeitungen und eine Landkarte liegen, an Hitler erinnern. Ha! Schenkelklopfer. Dann geht es los. Stoiber wird geboren und nun also folgen die Witzeleien. „Schon die christlich-römische Taufe von Pfarrer Pfampflmoser erwies sich als Omen und Orakel, ja Arkanum. Beim Segensspruch nämlich plumpste der CSU-Täufling (CSU-Täufling! Wahnsinn, hier bitte lachen) Stoiber bumsgrad ins Taufbecken, nahm platschend ein Bad im Taufwasser und tauchte schier unter."

So geht es im Stakkato weiter. Edi in Kindheit und Jugend. Edi in den Fängen der Abstammungslehre. Edi der Freund der Frauen. Ein Kapitel heißt sogar: Vorbild Hitler? (Echt provokant, liebe Autoren).

Mangelnde Fähigkeiten

Peter Köhler und Jürgen Roth beherrschen die Kunst der Ironie nicht, und ihr Atem reicht für die Länge eines Buchtextes nicht aus. Schon der Text auf der Rückseite des Einbandes wirkt wie der Schlag mit einem Vorschlaghammer auf die Kniescheiben eines Amüsementverweigerers. Lach, oder ich hau Dir auf den Kopf.

Auf der Rückseite steht: „Edmund G. Stoiber – das ist die Hoffnung der deutschen Politik. Wo immer er wirkt und künftighin wirken mag – er ist ein Segen. Er hat das Allgäu und das Internet erfunden, die deutsche Teilung im Alleingang vollendet und mehrere hundert kleine Kinder vor dem Ertrinken gerettet. Er melkt allmorgendlich sämtliche bayerischen Kühe und hält den Weltrekord über ca. 100 Meter. Die verdiente Würdigung des gewaltigsten Staatslenkers seit Julius Cäsar – das eindrucksvollste Bild eines der letzten Könige des Herzens auf dieser Welt.“ Und wieder soll wohl hier losgeprustet werden.

Peter Köhler/Jürgen Roth: "Edmund G. Stoiber. Weltstaatsmannu und Freund des Volkes."
Eichborns Schräge Bücher, Frankfurt am Main 2002,169 Seiten
12,95 EURO
ISBN: 3821835842.

Copyright des Bildes liegt beim Internetangebot des Eichbornverlages


   


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