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Der Ost-West-Konflikt - die Zusammenhänge

Autor :  Politisches Studium
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 13.02.2000

Welche Faktoren, Komponenten und Konstanten lassen sich für den Ost-West-Konflikt skizzieren? Eine Einordnung der Zusammenhänge ist dafür notwendig.


Grundlage: Ideologischer Konflikt, da zwei unterschiedliche Weltanschauungen mit dem Anspruch auf Weltgeltung miteinander konkurrierten.

A. Ausgangslage nach dem II. Weltkrieg:

USA Weltmacht dank ökonomischer Potenz und Atomwaffenmonopol/ UdSSR stärkste Macht (konventionell) in Europa
Zwei Möglichkeiten:

  • Fortsetzung der Kriegskooperation USA - UdSSR mit kooperativen und integrativen Konfliktregelungen unter einem amerikanischen Übergewicht
  • Konfrontative Konfliktregelung mit dem Ziel, die Hegemonie der USA zu verhindern
Ä UdSSR entscheidet sich für Macht und Gegenmachtbildung
 

Moskauer Außenministerkonferenz ‘47: UdSSR lehnt den Vertrag zur gemeinsamen Entwaffnung Deutschlands ab. Der Vertragsentwurf war Teil eines Gesamtkompromisses, in dem die UdSSR günstige Reparationsregelungen für die Errichtung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Gesamtdeutschland erhalten sollte.

Ä Beginn des Kalten Krieges
 

B. Konfliktzentrum Europa:

UdSSR - Politische, soziale, wirtschaftliche Umgestaltung der SBZ/ Ausschaltung der Opposition/ Sowjetisierung Osteuropas/ Bildung der Kominform

USA - Bildung der Bizone/Beginn des Wiederaufbaus Westeuropas (Marshall-Plan ‘48)/ Truman-Doktrin/ Gründung der NATO

[Truman-Doktrin: 1947 erklärt Präsident Truman, daß alle freien Völker, die vom Kommunismus bedroht werden, amerikanische Unterstützung zugesichert werde. Jede Nation müsse in Zukunftzwischen westlicher Demokratie und Kommunismus wählen. Hintergrund war der sowjetische Versuch, den Einflußbereich auf Griechenland und die Türkei auszudehnen.]

Ä Zweiteilung der Welt/ Zwei-Lager-Theorie

Eindämmungs-/ Zurückdrängungspolitik: Korea-Krieg an der Peripherie, Berliner Luftbrücke

Tod Stalins (‘53) führt zu erster Phase der Entspannung - "Friedliche Koexistenz":
Friedliches Nebeneinander von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen, weiterhin Konkurrenz unter Ausschluß von Gewaltanwendung, Fortsetzung des ideo- gischen Kampfes, keine Aufgabe des Ziels der Weltrevolution

Konkret: Mitwirkung an internationalen Konferenzen über Deutschland und Indochina, Ende des Korea-Kriegs, Offensiven in der 3. Welt

Die bipolare Machtkonsolidierung war 1955 mit dem NATO-Beitritt Deutschland und der Bildung des Warschauer Pakts abgeschlossen: militärisch-allianzpolitische Polarisierung
Ä Zeitalter der gegenseitigen Abschreckung

[Hintergrund: Die UdSSR besaßen seit Anfang der 50er ebenfalls die Atombombe, konnten sie erst ab ’57 mit Interkontinentalraketen auch auf die USA richten (Sputnik-Schock). Die USA hatten allerdings zunächst quantitatives ein Übergewicht (günstiger Ausgang der Kuba-Krise), der nukleare Patt Ende der 60er führte dann zur ersten richtigen Entspannungsphase.]

Entspannungspolitik (Détende): Berlin-/ Kuba-Krise führen zu einem Umdenken und dem Erkennen der Notwendigkeit einer nuklearen Kooperation
 

C. Übergangsphase 1963-69:

1963
Einrichtung des "Heißen Drahtes"
Atomteststoppvertrag: teilweise Beendigung von Atomtests (nur noch unterirdisch)
Kennedy: "Strategie für den Frieden":Krieg im Atomzeitalter sinnlos

1967
Harmel-Bericht der NATO: Verteidigung und Entspannung (Zwei-Pfeiler-Theorie)

1968
Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen
Entschluß zur Beedigung des Vietnamkriegs
Amtsantritt Nixons
Breschnew-Doktrin: Recht der SU, die Souveränität der verbündeten sozialistischen Länder praktisch nach Belieben einzuschränken, wenn der Sozialismus bedroht sei durch äußere und innere Feinde (innenpolitische Stabilität der SU)

1969
Beginn der dt. Ostpolitik
 

D. Phase der richtigen Entspannung etwa 1969-75:

3 Ebenen: SALT-Verhandlungen, Deutschlandpolitik, KSZE-Prozeß

1972
SALT I: Begrenzung ballistischer Raketenabwehrsysteme (ABM)/ Begrenzung strategischer Offensivwaffen (z.B. Interkontinentalraketen)
Ä Stabilisierung durch Sicherung der Zweitschlagsfähigkeit

1979
SALT II: Begrenzung der Zahl nuklearer Angriffswaffen
 

Nach 1975 trat eine erneute Spannungsphase ein ("Zweiter Kalter Krieg"). Hintergrund waren innenpolitische Probleme der USA und eine Offensivphase der UdSSR (Akionen in Afrika zur Stärkung der dortigen kommunistischen Kräfte), sowie die amerikanische Angst vor einem sowjetischen Militär-Übergewicht

1977
Installierung von SS-20-Mittelstreckenraketen in Osteuropa (Lücke bei SALT)

1979
NATO-Doppelbeschluß
Sowjetischer Einmarsch in Afghanistan

1981
Amtsantritt Reagans: "Wiederaufbau der Grundlagen unserer militärischen Stärke"
Aktionen in Nicaragua und Grenada, SDI-Programm

Mit dem Amtsantritt Gorbatschows 1985 begann das Ende des Ost-West-Konflikts

Dieses studentische Skript erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist keine Garantie zum Bestehen irgendwelcher Prüfungen. e-politik.de ist bemüht, die Skripten ständig zu aktualisieren und inhaltlich zu bearbeiten.


   


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