Dienstag, 11.11.2003 Werbung:
 
 


Afrika
Balkan
China / Russland
Europa
Internationales
Politik in Deutschland
Politik und Wirtschaft


Lehrredaktion
e-Demokratie
Medien
Extremismus im Netz


TV / Hörfunk-Tipps
Pop & Politik


Sport
Satire
Netz-Fundstücke



Außenpolitik der BRD
Europäische Union
Theorien
Organisationen


Antike
Neuzeit


Parteien
Institutionen


Aus den Hochschulen
Studienhilfen
Für Studenten







Über uns
Presse / Referenzen
Redaktion
Gästebuch
Impressum


Jobs@e-politik.de
Werbung
Partner





e-politik.de - Home  Brennpunkt  Politik und Wirtschaft   Der Euro


Die deutsche Ein-Euro-Münze

Die neue Währung steht vor der Tür

Autor :  e-politik.de Gastautor
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 28.12.2001

Pünktlich zum Weihnachtfest kaufte der phantasiearme Einwohner ab 17. Dezember 2001 sinnvolle Geschenke in der Bank: die erste Euro-Mischung in der Tüte, 10,23€ gegen 20 DM.


Glück zum neuen Jahresbeginn hat, wessen umgestellter Geldautomat brav Euroscheine ausspuckt.
Ignorieren hilft nicht mehr: Unweigerlich läuft die Uhr ab. Am 1. Januar 2002 ist die Deutsche Mark kein alleingültiges Zahlungsmittel mehr. Konten sind automatisch zum offiziellen Termin umgestellt. Der Handel nimmt in der zweimonatigen Übergangszeit noch DM an. Ab 1. März 2002 wird die DM beim Umtausch wie eine Fremdwährung behandelt.

39 Währungen umgestellt

Der freundliche Zweigstellenleiter der Stadtsparkasse München lehnt sich entspannt zurück. "Persönlich bin ich nicht hundertprozentig überzeugt vom Euro", gibt er zu, "aber es ist vielleicht der einzige Weg, die Globalisierung voranzutreiben".

Von dem europäischen Zahlungsmittel ist in den Straßen von Neuhausen, München, kaum etwas zu merken. Kneift der aufmerksame Stadtteilbewohner die Augen zusammen, so erkennt er den Europreis auf den Plakaten der Supermärkte. Viele handgeschriebene Schilder kleinerer Lebensmittelhändler und Marktstände sind noch ausschliesslich in DM. Vom Inhaber eines türkischen Spezialitätengeschäfts wollen wir wissen, ob er sich schon Gedanken gemacht hat. Sein Blick wird düster. "Zwei Waagen, zwei Kassen - ein Schmarren!"

Doppelte Rechnung? Sind die Bürger überhaupt genügend informiert, wenn Sie die neuen bunten Scheine in den Händen halten? Man stelle sich eine Szene am 28. Februar 2002 vor, an dem Keiner mehr die DM in der Tasche hat:
"Hoppla, Sie haben die Preise erhöht, ich lass´ mich doch nicht verkohlen, 1 Euro sechzig für den Brokkoli, vorher hab´ ich 2 Mark fünfundneunzig bezahlt, glauben Sie nicht, dass ich das nicht merke!"

Wohin mit dem Restgeld?

"Ich habe gehört, dass es ein Kasperletheater gibt, das in Altersheimen über den Euro informiert", so Zweigstellenleiter der Stadtsparkasse. Die Regierung solle gefälligst dafür sorgen, dass die Leute Bescheid wissen. Tatsächlich bekommt man von der Münchener Vertretung der Europäischen Kommission in der Erhardstraße 27 glatte zwei Kilo Papier, wenn man um Informationen bittet. Broschüre für Broschüre werden alle Details der Währungsumstellung erklärt.
Wenige Passanten am Rotkreuzplatz in München machen sich einen solch ausführlichen Plan wie diese junge Frau aus Sri Lanka: "Mein Erspartes habe ich aus der Anlage ´rausgenommen. Das haben wir in Sri Lanka. Und wenn der Euro kommt, bringe ich´s wieder rein. Das ist besser."

Bei Autokauf, Reise oder Kindererziehung hält sich der Bürger für einen kompetenten, autonomen und emanzipierten Akteur. Bei Börsenverlusten, Lebensmittelskandalen oder EURO "fühlt" er sich schlecht informiert. Die Identitäts- und Sicherheitsverluste fußen genau wie die Ohnmachtsgefühle auf Informationsdefiziten. "Der Bürger löst seine Holschuld für Informationen nicht ein", so beschreibt Herr Leitner, Euroexperte des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen die Diskrepanz und stellt klar, dass "der Staat keine Bringschuld hat". Keine Erhöhung bei Gebührenumrechnung

Gelassene Stimmung im ganzen Viertel. Nur Thomas Piegsa sieht etwas auf sich zukommen. Gefragt nach den verbleibenden drei Wochen bis zum "Big Bang" meint er: "Ich glaube, dass es in der nächsten Zeit chaotisch wird."

Bild: Copyright liegt beim Bundesministerium für Finanzen

Weiterführende Links


Dossier zusammengestellt von: Thomas van de Pas, Anja Könitzer und Michaela Pöltl


   


Leserkommentar
Momentan kein Leserkommentar
eigenen Kommentar abgeben ]


Artikel drucken

Artikel für Palm

Artikel mailen

Suche: (Hilfe)

 

Netzreportagen
Deutschland
Europa
USA
Andere Länder
Organisationen
Medien
Gesellschaft
Studium
LINKS der WOCHE



Ochsentour

Kohl-Tagebücher

Politischer Film
The Long Walk Home
rezensiert von Maria Pinzger

Politisches Buch
Sidney Blumenthal: The Clinton Wars
rezensiert von Michael Kolkmann

Kabarett
Gerhard Polt - Das Dossier
von C. von Wagner

Für Studenten



Name ist freiwillig !


 

© 2003 - Konzept, Gestaltung und Redaktion: e-politik.de - Der Seiteninhalt ist ausschließlich zur persönlichen Information bestimmt. Weitergabe an Dritte nur nach schriftlicher Genehmigung.