Auf acht großformatigen Seiten zeigte das SZ-Magazin Nr. 40 vom 6. Oktober 2000 die Fotografien von toten missgebildeten Föten. Aufnahmen, die niemand ohne Anteilnahme sehen kann, die niemanden unberührt lassen. Warum aber werden solche Fotos gezeigt? Geht es um Aufklärung oder Voyeurismus? Der Text von Roger Willemsen, der den Bildern der Leichen nachgestellt ist, gibt unserer Meinung nach darauf keine Antwort. Darum haben wir Dominik Wichmann, den Chefredakteur des SZ-Magazins, um ein Interview gebeten.
e-politik.de-Redakteur Andreas Bock sprach mit Wichmann über die Hintergründe dieser Fotoserie.
Teil 1 - Wir hatten eine lange Debatte in der Redaktion
Teil 2 - Ich finde im Schrecken auch das Faszinierende
Teil 3 - Wir sind alle Voyeure - nur in unterschiedlichem Maß
In einem Beitrag für e-politik.de erklärt der Sozialpädagoge Thilo Wimmer, warum er die Fotoserie für fatal hält: Seiner Meinung nach erhöhen diese Bilder eher die Bereitschaft, ein missgebildetes Kind abzutreiben, als es auszutragen. Weiter...
Mit diesem Beitrag startet eine neue Rubrik bei e-politik.de. In Zukunft wollen wir das e-politik.de-Gespräch nutzen, um aktuelle und brisante Themen im Zwiegespräch zu diskutieren. Es soll dabei kontrovers und strittig, vielleicht auch hitzig zugehen; immer aber wird es sein, wie auch unsere Gesprächspartner sind: Kompetent!
Foto: Copyright liegt bei der Süddeutschen Zeitung