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Collage Wies´n und Stoiber

Die Wies´n Glosse - Warum Stoiber trotzdem lächelt

Autor :  Gunnar Herrmann
E-mail: gherrmann@e-politik.de
Artikel vom: 17.09.2000

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat das Oktoberfest eröffnet. Ein schmerzlicher Moment für den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, denn Ude ist ein Sozialdemokrat. Gunnar Herrmann hat herausgefunden, warum Stoiber trotzdem lacht.


Es ist jedes Jahr das gleiche Schauspiel: Oberbürgermeister Ude steigt auf das Holzpodest im Schottenhammel-Festzelt, Oberbürgermeister Ude drischt ein paar mal auf den Zapfstutzen. Die Weltöffentlichkeit filmt, das Publikum applaudiert, während Oberbürgermeister Ude das erste Bier trinkt - Edmund Stoiber trinkt auch, und steht daneben. Da steht er also, mitten in der Landeshauptstadt des Freistaates, den seine CSU im Landtag mit absoluter Mehrheit beherrscht, und muss sich von einem lächelnden Sozialdemokraten das Bier reichen lassen.

Vielleicht denkt der Ministerpräsidenten dabei an Aribert Wolff. An den denkt sonst keiner mehr. Der Mann mit dem lustigen Vornamen war Oberbürgermeisterkandidat der CSU in München und hat bei der jüngsten Wahl im Juni 1999 genau 37,2 Prozent der Münchner Wähler für sich gewonnen - bei der vorigen OB-Wahl hatte die CSU immerhin noch 43,3 Prozent bekommen.
Christian Ude dagegen hatte sein Ergebnis um 10,4 Prozent aus insgesamt 61,2 Prozent verbessert - vielleicht weil er den Zapfstutzen immer so flink ins Fass hämmert. Das übt und übt und übt er schon im Winter vorher. Zwei bis drei Schläge braucht er immer, besser geht´s nimmer sagen die Anzapf-Experten der Brauereien.

Es kann auch sein, dass der Ministerpräsident auf auf dem Podium an Hans-Peter Uhl denkt. Für diejenigen, die den auch schon vergessen haben: Uhl ist CSU-Bundestagsabgeordneter, von 1987 bis 1998 war er Leiter des Kreisverwaltungsreferats in München. Inzwischen sorgt aber auch in dieser Behörde ein Sozialdemokrat für Ordnung. Die CSU-Stadtratsfraktion war darüber ziemlich sauer, schließlich kam der Münchner KVR-Chef schon immer von der Oppositionsbank.
Aber auch das hat Ude mit rot-grüner Mehrheit neulich geändert.

Eigentlich haben die CSU und ihr Vorsitzender Edmund Stoiber also nichts zu Lachen im Schottenhammel. So lustig wie beim Aschermittwoch im Passauer Bierzelt ist es jedenfalls nicht. Trotzdem lächelt der Ministerpräsident mit seinem Maßkrug in die Kameras. Warum? Er denkt an Magret Thatcher. Die hat einer Internet-Astrologin zufolge das gleiche Sternzeichen wie er, liegt politisch auf seiner Wellenlänge und außerdem hat sie in London 1986 der sozialdemokratischen Stadtregierung gezeigt, wo der Hammer hängt - die Verwaltung der Hauptstadt wurde per Parlamentsbeschluss einfach direkt der britischen Regierung unterstellt.
Daran denkt Stoiber, während Udes Hammerschläge auf den Zapfstutzen herniederfahren, wie einst die Faust der eisernen Lady auf die Londoner Stadträte. „Wenn ich könnt, wie ich wollen tät...", denkt er, und dann lächelt der Ministerpräsident ... wenngleich, etwas kühl ... fast möchte man sagen: britisch.


   


Leserkommentar von Andreas H. Erlangen
am 18.09.2000
Lieber -britisch-, als CSU!

Besser Herr Stoiber lacht noch einige Jahre kühl,-britisch-,den wie sagen selbst die Experten: "Besser machen kann man es nimmer!"

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