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Netzreportage - Der Fall Elian (27.04.00)

Autor :  Gunnar Herrmann
E-mail: gherrmann@e-politik.de
Artikel vom: 27.04.2000

Auch im Internet wird um die Zukunft des kubanischen Flüchtlingsjungen Elian Gonzalez gekämpft.


Ob der Sechsjährige in den USA bleibt, oder zu seinem Vater nach Kuba zurückkehrt, hoffen Internet-Aktivisten mit Online-Petitionen und Emails zu entscheiden.

Seit vergangenem November ist es ungewiss, in welchem Land Elian endgültig bleiben darf. Damals kenterte vor der Küste Floridas das Boot, in dem er mit seiner Mutter und zehn weiteren Menschen von Kuba in die USA flüchteten wollte. Seine Mutter ertrank, und das Tauziehen um das Kind begann. Denn Elians Vater wohnt in Kuba, sein Onkel dagegen in Miami. Seit dem mussten sich US-Gerichte und Einwanderungsbehörden mit dem Fall beschäftigen. Einen Überblick gibt es bei den Immigration and Naturalization Services (INS), der Abteilung des Justizministeriums, die sich mit Einwanderung beschäftigt.

Elians Verwandte haben bei Gericht Asyl für ihn beantragt. Nachdem dies in erster Instanz abgelehnt wurde, liegt der Fall nun bei einem Berufungsgericht. Das hat für Mai eine Anhörung angesetzt, bis dahin darf der Junge die USA nicht verlassen. Elian wurde Ende April in einer spektakulären Polizeiaktion aus dem Haus seines Onkels geholt und zusammen mit seinem Vater in ein abgelegenes Haus nach Maryland gebracht. Bei den Republikanern stieß das gewaltsame Vorgehen auf Protest, Präsident Bill Clinton verteidigte es dagegen.

Die Befürworter einer Rückführung Elians nach Kuba argumentieren, der Junge solle bei seinem Vater aufwachsen. Die Gegner einer Rückführung sagen, man dürfe dem Jungen nicht die Chance verwehren, in einem demokratischen Land aufzuwachsen, dies habe seine Mutter schließlich gewollt. Beide Seiten übernehmen bei ihrer Argumentation antikubanische beziehungsweise antiamerikanische Töne, es geht also nicht nur um das Schicksal eines Jungen, die Diskussion trägt klare politische Züge. Besonders deutlich wird dies bei einer kubanischen Staatszeitung, die sogar von Kidnapping durch die Vereinigten Staaten spricht. Oder bei der Seite des Capitalismmagazine, das schreibt, nur in de USA könne Elian sein Recht auf Selbstbestimmung verwirklichen.

Einen Überblick über alle Beteiligten des Falles mit Fotos und kurzen Texten gibt es beim Nachrichtensender CNN.


   


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