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Grafik: Gunnar Herrmann

Netzreportage - Wahlkampf in Sachsen-Anhalt (16. 04.02)

Autor :  Maria Pinzger
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 16.04.2002

Im Internet versuchen Sachsen-Anhalts Parteien, Wählerstimmen für die Landtagswahl am Sonntag zu gewinnen ? mit Persönlichem, Seitenhieben auf den Gegner und kleinen Spielereien. Maria Pinzger hat sich durchgeklickt.


Klickt man auf www.spd-sachsen-anhalt.de springt einem als erstes ein Wahlplakat ins Auge. Zu sehen sind ein Hase und daneben Ronald Schill. Über dem Hasen steht: ?Bringt die Ostereier?, der politische Kandidat wird abgekanzelt: ?Bringt nix?. Damit die Konkurrenten am Wahltag der SPD keine bösen Überraschungen ins Nest legen, wird die Partei mit einer eigenen Homepage aktiv: www.waehlt-spd.de ruft zur Unterstützung Reinhard Höppners auf. Einzig auffallend auf dieser Seite ist ein Chatroom ? leider mit dem Verweis, dass ?derzeit kein Chat geplant? ist. Ansonsten finden sich noch Hinweise auf die Aktionen der Jusos, die unter dem Motto ?der blonde Edmund und Rotkäppchen? Stimmung gegen den Kanzlerkandidaten der Union machen wollen. Auf den eigentlichen CDU-Konkurrenten in der anstehenden Wahl, Wolfgang Böhmer, stößt man bei der Suche nicht.

Aufkleber? Leider vergriffen.

Er scheint einfach noch zu unbekannt zu sein, der CDU-Spitzenmann in Sachsen-Anhalt. Deshalb versucht man auf www.cdu-sachsen-anhalt.de auch kräftig Stimmung gegen den Gegner zu machen ? die eigene Profilierung fällt schwer, wenn der Kandidat ein mehr oder weniger unbeschriebenes Blatt ist. So steht dann auch groß und bunt und fett in der ersten Bildschirmzeile: ?Die ?Höppner muss weg? ? Bilanz?. Ein Klick und man landet bei den Standardsprüchen des Ministerpräsidenten, seinem ?schwierigen Umgang mit der Wahrheit? und natürlich auch noch bei dem ein oder anderen Wahlkampfartikel. Der ?Bilanz des Versagens-Aufkleber? sei aber leider vergriffen, teilen die Macher der Seite mit. Dafür wird am Ende der Besucher beinahe persönlich verabschiedet. ?Es grüßt die junge Gruppe der CDU-Kandidaten.?

Parteilogo als Download gefällig?

Groß rauskommen möchte die Schillpartei des Hamburger Senators und ehemaligen Richters ?Gnadenlos? Roland Schill in Sachsen-Anhalt. Immerhin wurde dort der erste Landesverband außerhalb Hamburgs gegründet und die etablierten Parteien machten sich Gedanken über die Chancen des Rechtspopulisten. Bei einer Wahl der besten Homepage hätten Schill und sein Mann in Sachsen-Anhalt, Ullrich Marseille, aber verloren. Unter www.schillsachsenanhalt.de findet sich gerade mal ein Diagramm, das wohl die Erfolgsentwicklung der Partei in den nächsten 20 Jahren darstellen soll. Bei ?Personalia? kommt man zu einem Bild einer Parteiveranstaltung ? welche es sein soll, wo und zu welchem Zweck sie abgehalten wurde, bleibt den Vermutungen freigestellt, denn Erklärungen gibt es keine. Bei ?Service? ist derjenige richtig aufgehoben, der schon immer mal das Parteilogo der Schill-Partei als Download haben wollte. Das war?s dann aber auch.

?Äppel für @alle?

www.pds-sachsen-anhalt.de fordert ?Äppel für @alle ? Genug Geld für Bildung? und ?Schill out?. Die Spitzenkandidatin Petra Sitte grüßt mit ?optimistischen Grüßen?, und sie darf wohl auch optimistisch sein. Wenn man sich nicht für die Termine der verschiedenen PDS-Ortsvereine interessiert, kann man allerdings getrost weiterklicken zu www.mdp-liberale.de, der Seite der FDP für die anstehende Landtagswahl. Groß und blau und gelb erfährt man dort, dass die FDP auf die Zweistelligkeit zusteuert ? ob das bei den Landtagswahlen klappt, oder ob es das berühmte Pfeifen im Walde ist? Die Spitzenkandidatin präsentiert sich auf jeden Fall offen und ebenfalls optimistisch. Und unter www.cornelia-pieper.de erfährt man dann alles zu ihr: ?Conny daheim? oder ?Conny persönlich? oder auch ?Conny Programm? heißen die Links, die wichtige und unwichtige Informationen bereithalten. Fürs Auge sind vor allem die penibel aufgelisteten Plakatentwürfe, welche die FDP von A0 bis A3 bereithält. Cornelia Pieper und Hans-Dietrich Genscher lächelnd und mit der Überschrift ?Sie kann es? sollen zweifelnde Wähler überzeugt werden.

Blau und gelb zusammen ergibt grün und so wirft man am Ende des Spazierganges durch das Internet noch einen Blick zu den Grünen. Deren Spitzenkandidatin präsentiert sich unter www.udine-kurten.de und wirbt mit flotten Sprüchen: ?Udine macht den Landtag wach?. Programmatisch steht bei ihr die Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt: ?Grüne Jobs statt roter Flops.? Noch Fragen? Kein Problem: ?Über ein Email von ihnen würde ich mich sehr freuen?. Über das Kreuzchen auf dem Wahlzettel bestimmt auch.


   


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