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e-politik.de - Home  Politische Theorie  Neuzeit   Niccoló Machiavelli


Machiavelli - Die Geschichte als Lehrmeisterin

Autor :  Politisches Studium
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 13.02.2000

Machiavelli stützt seine politische Theorie gänzlich auf die Erfahrungen aus der Geschichte, die Staatsformen und den Menschen durch Regelmäßigkeiten prägte.


"Und wenn sie meine Schriften lesen", sollten sie der Gegenwart entfliehen und Rom nachahmen "wann immer fortuna ihnen dazu Gelegenheit gibt. (...) Denn es ist die Pflicht eines rechtschaffenen Mannes, anderen das Gute zu lehren, das er wegen der Ungunst der Zeiten und des Schicksals nicht selbst ausführen konnte, damit viele dazu fähig werden und es vielleicht einer davon, den der Himmel mehr begünstigt, verwirklichen kann."
 

A. Rechtmäßigkeit des Nachdenkens über die Gegenwart im Lichte der Vergangenheit

= Erstes Prinzip Machiavellis politischer Untersuchung

Annahme von Regelmäßigkeiten und Wiederholungen in der Geschichte!
Hintergrund:

Machiavellis Menschenbild

  • Der Mensch ist Bestandteil der Natur der politischen Gesellschaft (Mensch macht Geschichte)
  • Der Mensch hat stets die gleichen Leidenschaften, Unwandelbarkeit der menschl. Natur
  • Dieselben Ursachen müßen die dieselben Wirkungen haben: Wiederholungen in Gestalt der Geschichte.
  • Ständige Spannung zwischen eigenem Willen und dem Willen zur öffentlichen Ordnung
  • Die Wünsche des Menschen sind unersättlich (Mensch will alles, Schicksal gibt ihm aber nur wenig)
  • Unzufriedenheit und Überdruß an allem
Elemente der Wiederholung: Gesellschaftliche Bedingungen, Regierungsformen, Ablauf der Ereignisse
 

B. Die römische Geschichte

= Schlüsselstellung, da sie den gesamten Verlauf einer Republik darstellt

  • Livius: ab urbe condita
  • Modell für die humanistische Geschichtsschreibung
  • Aufstieg und Fall Roms als Paradigma von der monarchischen Gründung bis zum tyrannischen Ende
  • Vollständige politische Ereigniskette
  • Für Machiavelli: Vorbild für die republikanische Wiederbelebung


C. Geschichte der Republiken als Teil der kosmischen Ordnung

  • Auch Himmel, Sonne und Elemente ändern sich nicht in Bewegung, Ordnung, Kraft
  • Kreislauf der Verfassungsformen: Monarchie, Tyrannei, Aristokratie, Oligarchie, Demokratie und lasterhafte Entartung
  • Verfassungsformen kehren selten zu der ursrünglichen Form zurück, da sie nicht genug Lebenskraft haben (Opfer eines Stärkeren)
  • Das Beste ist daher, alle drei Formen zu vereinigen
Das ganze bergündet Machiavelli mittels empirischer Argumentation, er ist also kein streng wissenschaftlicher Denker, der politische Richtlinien in Anlehnung an Naturgesetze zu finden hofft.

Ursprung von Herrschaft

  • Zu Beginn der Welt: Alle Menschen leben isoliert wie die Tiere
  • Zahlenmäßige Zunahme der Bevölkerung führt zum Zusammenleben
  • Um die Verteidigung der Gruppe zu sichern, wird der Stärkste der Anführer
       > Ursprung und Idee des Edlen und Guten
  • Undankbare werden bestraft, Dankbare gelobt
  • Um Schlechtes zu vermeiden, werden Gesetze verabschiedet
       > Vorstellung von Gerechtigkeit
       > Juristische Ordnung
       > Fürst wird nun der Vernünftigste und Gerechteste

Übergang von der Wahlmonarchie zur Erbmonarchie: Übel, das den Zyklus der Staatsformen auslöst.
 

D. Die organisierte Gesellschaft als etwas natürlich Gewachsenes

  • Als Ganzes verstandene politische, religiöse und gesellschaftliche Ordnung
  • Stoisches Wachstum: Leben des Geistes, Intellekts
  • Machiavellis Naturalismus als Versuch, den antiken Mythos der Natur wiederaufleben zu lassen
  • Untergang der Republik unvermeidlich, da nichts, was geboren wird ewig leben kann.
Die Republik ist ein natürlich gewachsenes Gebilde im Sinne einer Manifestation der kosmischen Ordnung. Republiken sind Manifestationen der kosmischen Ordnung im gleichen Sinne wie Pflanzen, Menschen oder Himmelskörper. Dies heißt jedoch nicht, das sie organische Gebilde sind.

Daraus fogt: Möglichkeit der Nachahmung !

Dieses studentische Skript erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist keine Garantie zum Bestehen irgendwelcher Prüfungen. e-politik.de ist bemüht, die Skripten ständig zu aktualisieren und inhaltlich zu bearbeiten.


   


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