From Bavaria to the White House
Hat Stoiber ein Problem?
von: Johannes Schmidt
- joh.schmidt@web.de
Datum: 15.04.2002
Also nicht nur Fehltritte und Stockungen bei Auftritten in der Republik, sondern auch international. Ein aufschlussreicher Artikel, der deutlich vor Augen führt, dass Stoiber ausserhalb seines Herrgottswinkels ein Problem zu haben scheint..Es erstaunt, wie schwer sich dieser,uns doch allen bekannt als forscher, oft polemischer Redner auf dem glatten Parkett der Bundespolitik tut. Ist die Angst zu versagen wirklich schon so gross, oder Stoiber ein Opfer seiner Wahlkampfstrategen? Der "berüchtigte" Christiansen-Auftritt mag ja noch als Startproblem mit der ungewohnten Kandidatenrolle durchgehen-doch wie lange soll die Eingewöhnung noch gehen? Schliesslich ist die Zeit,auch wegen der so gewollten, späten Nominierung denkbar knapp.Mir scheint es, als würde Stoiber stets mit angezogener Handbremse seinen Wahlkampf führen! Oder vielleicht führt ja nicht er, sondern wird geführt? Mir drängt sich der erschreckende Verdacht auf, dass Stoiber verzweifelt versucht die ihm von seinen Marketingstrategen vorgegebene Rolle auszufüllen. Natürlich kann er sich nicht mehr die oft belächelten Platitüden und Reden eines schwarzen Alleinherrschers im bundesweiten Wahkampf erlauben, doch ein Funke der alten Wortgewalt wäre eine Wohltat. Dann müsste man nicht bei jedem Auftritt des Edmund Stoiber zweimal hinhören ob man es nicht mit einem zweitklassigen Pressesprecher der Union zu tun hat. Gegen einen ausgebufften Medienprofi wie Gerhard Schröder ist trotz allem Verständnis für wirkliche Inhalte so jedenfalls kein Stich zu machen.
Rhetorik, oder die Angst vor Fehlern
von: Thomas Bauer
- kriegerbo@web.de
Datum: 14.04.2002
Klar, manchmal hat es etwas verwunderliches an sich, wenn Ministerpräsident Stoiber um Worte ringend vor den Kameras steht. Eines ist aber doch sicherlich bereits bis in die letzten Winkel dieser trägen Republik gelangt. Stoiber will sachliches und fachliches vermittelnb, dabei alle Aspekte, die ihm einfallen, in einen Satz pressen. Dass sieht dann hilfesuchend aus, hat aber mehr Inhalt als alle Neujahrs-, Begrüßungs, Abschieds-, Aufschwung-, oder Hab-alles-im-Griff-Reden unseres derzeitigen Kanzlers. Viel Reden, ohne was zu sagen, das ist Schröders Stil. Es wirkt bewandter, professioneller, hat aber keinen Inhalt. Vielleicht ist das aber auch die Krankheit unserer Zeit. Oberflächlichkeit schlägt Wissensvermittlung. Die Menschen folgen dem tumben Grinsejankler mit Echhaarfarbe-Zertigikat, weil er "netter rüberkommt". Lieber mit dem Eselsgemüt untergehen, als sich für den richtigen Weg den A... aufzureißen.
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