Krieg im Irak - Das russische Dilemma
Öl - Die Eskalation in Zentralasien
von: Florian Reimer
- florian.reimer@web.de
Datum: 06.03.2003
Besonders brisant wird die oben erläuterte russische Problematik, bedenkt man die Position Russlands in der von den Amerikanern focusierten Zentralasiatischen-Öl-Pipeline, welche die grossen Ölreserven Kasachstans, Usbekistans und langfristig auch Afghanistans für den Weltmarkt öffnen soll. Da eine Stabilisierung der Verhältnisse in Afghanistan die für milliardenschwere Investitionen einer Pipeline erforderlich ist mittelfristig unwahrscheinlich ist, haben die Russen nun wieder ein Blatt auf der Hand. Denn da die Pipeline nicht südlich ins pakistanische Karachi laufen kann, muss sie wohl oder übel durch russisches Territorium zum Schwarzen Meer laufen.
Diese Möglichkeit erschien in den letzten sechs Monaten als die wahrscheinlichere, schreckt allerdings US-Öl-Investionen ab, da diese eine russische Bevormundung befürchten.
Sollte allerdings der Irak tatsächlich in naher Zukunft eine akzeptable Stabilität erreichen (was unwahrscheinlich scheint, den Öl-Firmen schließen nur Verträge mit Regierungen, nicht provisorischen Militär-Verwaltern), könnte Russland tatsächlich seinen letzten Trumpf im "Big Game" - dem weltweiten Ölgeschaft- verlieren.
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