Wenn Rüstung deutsch bleiben soll…
Europäisches Gewaltmonopol
von: Thomas Bauer
- kriegerbo@web.de
Datum: 22.09.2003
Die Anmerkungen von Herrn Bachem sind durchaus nachvollziehbar und besitzen auch in ihrer kritischen Funktion ihre Berechtigung. Der Beitrag fordert jedoch nicht die Globalisierung des Rüstungsmarktes oder gar einen freien Markt für diesen Industriezweig, vielmehr geht es um die Schaffung eines europäischen Gewaltmonopols, welches sich zur Um- und Durchsetzung der europäischen Sicherheitsstrategie eignet. Hierbei steht eben nicht das begrenzte ökonomische Interesse im Vordergrund, sondern die Gestaltung einer sowohl politischen als auch unternehmerischen Basis für die Erhaltung der Rüstungsindustrie. Denn eines ist klar: Ohne einen europäischen Ansatz ist von der europäischen bzw. nationalen Rüstungsindustrie nichts mehr übrig. Vielmehr würde dies den Verlust des Gewaltmonpols durch den Ausverkauf an die amerikanische Konkurrenz bedeuten. Aus staatstheoretischer Sicht stellt die Europäisierung des Marktes auch auf diesem Sektor einen essentiellen Integrationsfaktor für die zukünftige Europäische Union dar.
Ausverkauf des staatlichen Gewaltmonopols?
von: Alexander Bachem
- bricktopp@hotmail.com
Datum: 21.09.2003
Freie Märkte und globalisierte Wirtschaft in ehren, aber nach poitologischen Prinzipien realistischer Theorie eine Lachnummer! Das souveräne Gewaltmonopol des Staates stützt sich zu großen teilen auf seine Verteidigungsstärke, diese hängt ebenfalls zu großen teilen mit der Fähigkeit der Bewaffnung seiner Verteidigungskräfte zusammen, sprich der Rüstung. Würde der Staat die Fähigkeit zu Rüsten aus der Hand geben, würde er aus politiktheoretischer Sicht ein wichtigen Teil seines souveränen Gewaltmonopols aus den Händen geben! Mich wundert es dass diese Problematik immer nur von wirtschaftlicher und ökonomischer Seite betrachtet wird und nie aus Staatstheoretischer!! Obwohl nach so viel Funktionalismus und Interdependenz wundert es mich eigentlich übnerhaupt nicht, dass die Menschen die Theorie des Realismus und Neorealismus völlig aus der Perspektive verloren haben.
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