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Bibliothek von Alexandria

Jahrestag der neuen Bibliothek von Alexandria - Zweiter Teil

Autor :  e-politik.de Gastautor
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 29.10.2003

Alexandria, die Kulturstadt der Antike, arbeitet seit einem Jahr an dem Wiederaufbau der neuen Bibliothek. Von Michaela Koller.


Verschiedene Thesen

Ebenso im Dunkeln liegt der genaue Zeitpunkt der Zerstörung der Vorgängerin. Diese wurde einst unter Ptolemaios I. Soter drei Jahrhunderte vor Christus als Akademie und Musentempel (Museion) gegründet. Mustapha El Abbadi, Professor für Klassische Studien an der Universität von Alexandria, vertritt die These, dass die 500 000 bis 700 000 Schriftrollen im 4. Jahrhundert auf Geheiß des christlichen Kaisers Theodosius I. zerstört wurden, der gegen den heidnischen Glauben kämpfte. Nur ein Teil der Papyrusrollen sei bereits 48 v. Chr. zerstört worden, als Julius Caesar die ptolemäischen Schiffe im Hafen in Brand setzte und das Feuer auf naheliegende Gebäude übergriff.
Für die These, dass die Bibliothek erst bei der Eroberung durch die Araber im 7. Jahrhundert zerstört worden sei, fand der Altphilologe El Abbadi in den Quellen keine Hinweise. Als er 1972 seine Version von der Geschichte der antiken Einrichtung an der Universität vortrug, kam ihm die Idee von der Wiedererstehung. "Es sollte eigentlich eine Bibliothek für die Uni werden", sagt El Abbadi.

Kunst und Kommunikation

Über die Jahrzehnte ist aus der Idee für eine Universitätsbibliothek ein Konzept für eine universelle Bibliothek erwachsen. Bei der Entwicklung ihrer Idee haben die Initiatoren somit auch die Astronomie berücksichtigt, der im antiken Vorbild bereits eine Rolle zukam. Die Bibliotheca Alexandrina verfügt nun über das modernste Planetarium des Nahen Ostens - und das einzige in Ägypten. Wie das antike Vorbild sollte die Nachfolgerin vor allem ein Zentrum der Pflege von Kunst und Kommunikation sein. Das Haus lädt somit zu Konferenzen, Vorträgen und Konzerten ein, beherbergt zudem Ausstellungen und Museen.
So trafen sich in Alexandrias Glanzstück bereits internationale Experten etwa für Informations- und Biotechnologie sowie Medizin, Film und Fotografie. Und bei der ersten Jahresfeier wurden jetzt Theaterstücke in dem gigantischen mehrgliedrigen Bau aufgeführt. So wird die alte ägyptische Hafenstadt allmählich doch wieder attraktiv für ein internationales Publikum. Das Kuratorium der Einrichtung ist ohnehin schon ein illustrer Kreis: Schriftsteller wie Umberto Eco und Wole Soyinka, die ehemalige isländische Präsidentin Vigdis Finnbogadottir sowie die palästinensische Politikerin Hanan Ashrawi.

Zurück zum ersten Teil.


   

Weiterführende Links:
   Website der Bibliothek von Alexandria
   Deutsche Website der Bibliothek



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