Dienstag, 11.11.2003 Werbung:
 
 


Afrika
Balkan
China / Russland
Europa
Internationales
Politik in Deutschland
Politik und Wirtschaft


Lehrredaktion
e-Demokratie
Medien
Extremismus im Netz


TV / Hörfunk-Tipps
Pop & Politik


Sport
Satire
Netz-Fundstücke



Außenpolitik der BRD
Europäische Union
Theorien
Organisationen


Antike
Neuzeit


Parteien
Institutionen


Aus den Hochschulen
Studienhilfen
Für Studenten







Über uns
Presse / Referenzen
Redaktion
Gästebuch
Impressum


Jobs@e-politik.de
Werbung
Partner





e-politik.de - Home  Boulevard  Satire   Der virtuelle Detektiv


Netzreportage - Wo sind die Leuna-Akten? (24.02.00)

Autor :  Nikolaus Röttger
E-mail: nroettger@e-politik.de
Artikel vom: 09.03.2000

Ein Streifzug durch das Internet auf der Suche nach den Akten, die im Bundeskanzleramt vermisst werden.


Sind die Akten aus dem Kanzleramt verschwunden? Vernichtet oder nur versteckt? Wer hat sie versteckt? Und vor allem, WO sind sie versteckt? e-politik.de macht sich auf die virtuelle Suche nach den verschwundenen Akten.

Bevor wir uns als Sherlock Holmes auf die virtuelle Detektivarbeit begeben, müssen wir uns erst einen Überblick über den Sachverhalt schaffen. Worum geht es eigentlich?

Verschwunden sind aus dem Bundeskanzleramt sechs Leuna-Akten. Die Umstände um den Verkauf der ostdeutschen Leuna-Raffinerie an den französischen Mineralölkonzern Elf Aquitaine 1992 sind ungeklärt. Seit Monaten sucht das Kanzleramt nach den verschwundenen Akten über die Entscheidungen der alten Regierung bei der Privatisierung. Zusätzlich zu den Leuna-Akten gibt es Akten-Lücken zum Panzer-Export nach Saudi-Arabien (Saudische Botschaft in den USA) und zum Hubschraubergeschäft mit Kanada.

Angeblich waren die Lücken in den Akten schon unter Helmut Kohl bekannt. Was er wohl auf dem Foto denkt, das da so einsam auf weissem Hintergrund steht ? Weiss er, wo die Akten sind? Wir wissen es nicht, wissen aber, dass wir ihn nicht fragen können. Und wer weiss, ob er etwas weiss. Vielleicht weiss er auch gar nichts. Kohls Gewissen weiss, dass ein Ehrenwort sehr viel wert ist. Aber wir wissen, dass das wieder ein anderes Thema ist.

Die Suche nach den Akten führt uns ins Bundeskanzleramt. Die Suche gestaltet sich schwierig. Nicht nur in der realen Welt hat das Bundeskanzleramt einen neuen Chef und ein neues Büro in Berlin. Auch die virtuellen Seiten sind neu. Der jetzige Bundeskanzler, Gerhard Schröder, ist ja auch ein anderer als Helmut Kohl. Logisch. Gut kombiniert. Ausserdem hat Schröder nichts mit den verschwundenen Akten zu tun. Bei genauem Hinsehen entdecken wir auf den Kanzlerseiten aber auch Kohl - und zwar in der Kanzlergalerie. Aber von den Akten keine Spur.

Der jetzige Chef des Bundeskanzleramtes ist Frank-Walter Steinmeier. Auf dem Foto schaut er zwar ein wenig grimmig, aber wahrscheinlich nur, da er auch nicht weiss, wo die Akten sind. Unter Kohl war Friedrich Bohl (CDU) Chef. Doch in den virtuellen Räumen des Kanzleramts hat er wenig Spuren hinterlassen. Und wenig Akten. Obwohl - Bohl bestreitet ja, dass er verantwortlich für das Verschwinden der Akten sei. Wer ist es? Und wo sind sie, die Akten?

Plötzlich fällt es uns wie Schuppen von den Augen. Da oben rechts auf den Seiten des Bundeskanzleramts gibt es einen Befehl, der heisst "suche". Das werden wir testen: Wir suchen nach den Leuna-Akten. In allen Bereichen. Mindestens 100 Ergebnisse anzeigen. Wir drücken den Knopf: Starten.

Wir warten einen kurzen Augenblick. Die Spannung steigt. Langsam lädt sich die Seite. Die Sanduhr des Mauszeigers dreht sich fieberhaft. Durchforstet die Datenbanken des Bundeskanzleramtes. Schaut in die virtuellen Regale, hinter den Schreibtisch und in die geheime Schublade, links unten am rechten Fuss des grossen Eichentisches. Blickt kurz hinter die grüne Topfpflanze in der Ecke des Empfangszimmers. Schiebt vorsichtig den Papierkorb im Eingang beiseite und...

Auch wir sind nicht fündig geworden. Wir wissen nicht, wo die Akten sind. Wir wissen, dass wir gewissenhaft gesucht haben. Aber was hilft Wissen, wenn wir wissen, dass die Akten wahrscheinlich doch wissentlich Wissbigierigen verschlossen bleiben, da sie vielleicht gewissenhaft vernichtet worden sind.

e-politik.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten.


   


Artikel drucken

Artikel für Palm

Artikel mailen

Suche: (Hilfe)

 

Netzreportagen
Deutschland
Europa
USA
Andere Länder
Organisationen
Medien
Gesellschaft
Studium
LINKS der WOCHE



Ochsentour

Kohl-Tagebücher

Politischer Film
The Long Walk Home
rezensiert von Maria Pinzger

Politisches Buch
Sidney Blumenthal: The Clinton Wars
rezensiert von Michael Kolkmann

Kabarett
Gerhard Polt - Das Dossier
von C. von Wagner

Für Studenten



Name ist freiwillig !


 

© 2003 - Konzept, Gestaltung und Redaktion: e-politik.de - Der Seiteninhalt ist ausschließlich zur persönlichen Information bestimmt. Weitergabe an Dritte nur nach schriftlicher Genehmigung.