Dienstag, 11.11.2003 Werbung:
 
 


Afrika
Balkan
China / Russland
Europa
Internationales
Politik in Deutschland
Politik und Wirtschaft


Lehrredaktion
e-Demokratie
Medien
Extremismus im Netz


TV / Hörfunk-Tipps
Pop & Politik


Sport
Satire
Netz-Fundstücke



Außenpolitik der BRD
Europäische Union
Theorien
Organisationen


Antike
Neuzeit


Parteien
Institutionen


Aus den Hochschulen
Studienhilfen
Für Studenten







Über uns
Presse / Referenzen
Redaktion
Gästebuch
Impressum


Jobs@e-politik.de
Werbung
Partner





e-politik.de - Home  Brennpunkt  Politik in Deutschland   Die SPD


Hans-Ulrich Pfaffmann.

Frisches Rot

Autor :  Nina Schönmeier
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 17.10.2003

Hans- Ulrich Pfaffmann will als Generalsekretär die bayrische SPD erneuern. Das Portrait eines Ruhelosen von Nina Schönmeier.


Vor der übermächtigen CSU zu kapitulieren, würde die Lage der bayrischen SPD nur noch verschlimmern, das weiß Pfaffmann.

Es darf keine Tabus geben

Er sieht in dem katastrophalen Wahlergebnis nicht nur eine Niederlage, sondern auch eine Chance: "Was wir jetzt dringend brauchen, ist eine Erneuerung, und zwar personell wie programmatisch", fordert er. Dabei dürfe es keine Tabus geben. Hart greift Pfaffmann die eigene Partei an, fast als gehöre er nicht dazu. Die bayrische SPD sei inzwischen eine "Partei der Überalterung", die sich zu oft in belanglosen Gremiendebatten verheddere. "Mut zum Neuanfang", den bräuchten die Sozialdemokraten jetzt. Diesen Neuanfang will der Abgeordnete aus dem Wahlkreis München-Ost aber nur mit einer neuen Mannschaft wagen. Von seiner Partei fordert er aus diesem Grund "ein klares Personalkonzept". Nur bekannten Gesichtern eine Chance zu geben, dagegen lehnt er sich auf.

Rütteln an den Machtstrukturen

Schon früh schlug auch Pfaffmann den Weg zur Politik ein. Sein Vater, ein gewerkschaftlich organisierter Gleisarbeiter, weckte in ihm die Lust, die Welt zu gestalten. Pfaffmann ging später den klassischen Weg: Vom Betriebsrat in den Stadtrat, dann in den Landtag. Heute hält er allerdings nicht mehr viel von den verkrusteten Parteistrukturen. Gerne würde er die SPD für junge Talente öffnen: "Projektarbeit" einführen, ihnen den Weg für eine unbürokratische Laufbahn frei machen. Doch wird die Bayern- SPD sich zu diesem revolutionären Konzept durchringen? Die Personaldebatte um den Landesvorsitz gibt keinen Anlass zu hoffen. Schließlich rüttelt Pfaffmann gewaltig am uralten Machtgebäude der Bayern- SPD.

Freie Posten in der Partei würde er am liebsten mit Nachwuchs-Politikern besetzen. Den Eindruck, die SPD verfüge nicht über hoffnungsvolle Jungpolitiker lässt er nicht gelten. "Wir könnten die Kandidaten einbinden, die nicht in den Landtag gewählt wurden, da gibt es kreative und intelligente junge Leute", sagt er. Einzig beim Landesvorsitz will Pfaffmann auf Nummer sicher gehen: "Ich finde, der Maget soll´s machen".

Die Bundes-SPD wäre besser in Berlin geblieben

Dass die bayrischen Sozialdemokraten bei der Landtagswahl nicht einmal 20 Prozent der Wähler überzeugen konnten, dafür macht er vor allem die Politik der Regierung verantwortlich: "Jeden Tag hat jemand ein anderes Reformprojekt vorgeschlagen", so sein Eindruck. Die Wahlkampfauftritte der Berliner Minister in Bayern hätten den Wähler zudem verunsichert. "Wenn Bundeskanzler Schröder sagt, an Stoiber könne man nichts kritisieren und Stolpe den Transrapid fordert, obwohl die Bayern- SPD dagegen ist, dann wären sie besser in Berlin geblieben", kritisiert Pfaffmann.

Nach vorne gerichtete Konzepte und eine eindeutige Haltung zu den Reformprojekten, das sei es, was seine Partei nun brauche. Man spürt: Hans- Ulrich Pfaffmann möchte etwas bewegen, fast greifbar ist seine Unruhe: "Ich habe 20 Jahre politische Erfahrung, und kann, glaube ich, ganz gut Probleme analysieren ohne mir dabei zu sehr die Parteibrille aufzusetzen", beschreibt er sich. Eigenschaften, die den bayrischen Sozialdemokraten jetzt nützen könnten.


   

Weiterführende Links:
   Homepage von Hans-Ulrich Pfaffmann
   Homepage der Bayern SPD



Leserkommentar
Momentan kein Leserkommentar
eigenen Kommentar abgeben ]


Artikel drucken

Artikel für Palm

Artikel mailen

Suche: (Hilfe)

 

Netzreportagen
Deutschland
Europa
USA
Andere Länder
Organisationen
Medien
Gesellschaft
Studium
LINKS der WOCHE



Ochsentour

Kohl-Tagebücher

Politischer Film
The Long Walk Home
rezensiert von Maria Pinzger

Politisches Buch
Sidney Blumenthal: The Clinton Wars
rezensiert von Michael Kolkmann

Kabarett
Gerhard Polt - Das Dossier
von C. von Wagner

Für Studenten



Name ist freiwillig !


 

© 2003 - Konzept, Gestaltung und Redaktion: e-politik.de - Der Seiteninhalt ist ausschließlich zur persönlichen Information bestimmt. Weitergabe an Dritte nur nach schriftlicher Genehmigung.