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Schmuckstück: Die ENIGMA

Wie die Enigma funktioniert

Autor :  Alexander Wriedt
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 01.02.2002

Für e-politik.de erklärt Alexander Wriedt die Funktionsweise der Enigma - unverschlüsselt.


Enigma ("Rätsel") sieht fast aus wie eine Reise-Schreibmaschine. Sie hat ungefähr deren Größe, wiegt allerdings 20 bis 30 Kilo. Über die Tastatur wird die Nachricht eingetippt. Die Tasten sind mit elektrischen Schleifkontakten verbunden, die einzelne Glühlämpchen bedienen. Diese sind ebenfalls wie eine Tastatur angeordnet und stehen für den verschlüsselten Buchstaben. Wird D eingegeben, leuchtet auf einer Anzeige zum Beispiel der Buchstabe A auf. Die Buchstabenzuordnung erfolgt also mittels eines Leuchtzeichens.

Das Geheimnis der Rotoren

Um diese Zuordnung zu verändern, gibt es Rotoren. Diese elektrisch isolierten Scheiben haben an jeder Seite eine bestimmte Anzahl von Schleifkontakten. Jeder Kontakt auf der einen Seite der Scheibe ist mit einem Kontakt auf der anderen Seite der Scheibe verbunden. Je mehr Rotoren verwendet werden, desto komplizierter wird die Verschlüsselung. Ein kleiner Umbau der Enigma stellte sicher, dass die Buchstaben niemals auf sich selbst abgebildet werden können. Ein A ergibt nach der Verschlüsselung nie ein A. Dafür sorgt der Reflektor: ein weiterer Rotor, der nur auf einer Seite Kontakte hat. Der Strom wird, nachdem er durch die Rotoren gelaufen ist, wieder durch die Rotoren geleitet und bringt dann erst die Lampe zum Leuchten.
Das elektrische Steckfeld, über das jeweils zwei Buchstaben verbunden werden, bietet eine zusätzlich Möglichkeit der Verschlüsselung: Es wurde benutzt, um Buchstabenpaare zu vertauschen. Wenn etwa die Buchstaben F und L über ein Kabel verknüpft wurden und der Buchstabe F eingegeben wurde, durchlief nicht F die Rotoren, sondern L.

Geknackt!

Polnische Mathematiker erkannten als erste, dass die Enigma der Hauptbestandteil der deutschen Verschlüsselungstechnik war. 1932 gelang es dem Mathematiker Marian Rejewski und seinen Mitarbeitern, in das Enigma-System einzubrechen.
Die deutschen Funker sollten für jede neue Nachricht eine neue Anfangseinstellung aussuchen. Die deutschen Chiffreure waren allerdings oft zu faul und benutzten den ganzen Tag lang die gleiche. Eine folgenschwere Nachlässigkeit: Rejewki fiel auf, dass jede Nachricht an diesem Tag mit den gleichen sechs Buchstaben begann. Er kannte die Enigma, die vor dem Krieg frei verkäuflich war und konnte sich denken, dass dies die Anfangsstellung der Rotoren sein musste. 1938 erweiterten die Deutschen das System der Enigma um zwei austauschbare Rotoren, und die Polen tappten wieder im Dunklen.
1940 kam der Mathematiker Alan Turing ins englische Entschlüsselungs-Camp Bletchley Park, um die maschinell verschlüsselten Funksignale deutscher U-Boote zu entschlüsseln. Nicht nur die Faulheit der Funker, die die Codes nicht oft genug wechselten, kam ihm zu Hilfe: Die deutschen Soldaten verwendeten in fast jedem Funkspruch die Worte "Vaterland" und "Kaiserreich" - diese Wiederholung gab entscheidende Hinweise auf das System.

Foto: Copyright liegt bei Senator-Film


   

Weiterführende Links:
   Zur e-politik.de-Filmrezension



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