Die bisherige Staatssekretärin im Bundesministerium des Inneren wurde im Rahmen der Koalitionsverhandlungen am 15. Oktober zur neuen Ministerin im Bundesjustizministerium ernannt.
Als Tochter eines Unternehmers am 16. November 1953 in Kassel geboren, studierte Brigitte Zypries Rechtswissenschaften in Gießen, arbeitete danach als Referentin in der Hessischen Staatskanzlei und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht . Von dort holte sie Gerhard Schröder nach Hannover, machte sie zur Abteilungsleiterin in der niedersächsischen Staatskanzlei und schließlich zur Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales.
Als Schröder 1998 von Hannover nach Bonn wechselte und die umfassende Modernisierung des Standortes Deutschland ankündigte, betraute er Zypries mit der Umsetzung seiner "Initiative D21", die bis 2005 die öffentliche Verwaltung vernetzen und online erreichbar machen will. Seitdem ist die gebürtige Hessin Vorsitzende der Initiative „Moderner Staat-Moderne Verwaltung“
Im Zuge der Flutkatastrophe von diesem Sommer wurde die 48-Jährige vom Bundeskanzler zur Chefbeauftragten für die Hochwasserhilfe an der Elbe ernannt.
Damals appellierte sie an alle Bundesländer, gemeinsam die Kosten für den Wiederaufbau zu tragen.
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