Dienstag, 11.11.2003 Werbung:
 
 


Afrika
Balkan
China / Russland
Europa
Internationales
Politik in Deutschland
Politik und Wirtschaft


Lehrredaktion
e-Demokratie
Medien
Extremismus im Netz


TV / Hörfunk-Tipps
Pop & Politik


Sport
Satire
Netz-Fundstücke



Außenpolitik der BRD
Europäische Union
Theorien
Organisationen


Antike
Neuzeit


Parteien
Institutionen


Aus den Hochschulen
Studienhilfen
Für Studenten







Über uns
Presse / Referenzen
Redaktion
Gästebuch
Impressum


Jobs@e-politik.de
Werbung
Partner





e-politik.de - Home  Brennpunkt  Internationales   Krieg gegen den Terror


US-Soldaten

Amerikas geheime Kommandoeinheiten

Autor :  e-politik.de Gastautor
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 09.10.2001

Der Nahkampf mit dem afghanischen Taliban-Regime rückt näher. Florian Baumann über gescheiterte US-Kommandoaktionen, mit denen die USA in den letzten beiden Jahrzehnten auf Terrorattacken reagierten.


Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon waren mit Abstand das grausamste Attentat, das auf die USA bisher verübt wurde. Aber sie waren nicht der erste Anschlag auf amerikanische Interessen. Und so sind die Ankündigungen verdeckter Kommandoeinsätze verschiedener Spezialeinheiten auf afghanischem Boden keine Sensation. Schon oft wurden Spezialeinheiten in Krisengebiete entsandt - nicht immer mit guten Erfahrungen.

Eagle Claw

Am 4. November 1979 besetzten mehrere hundert iranische Studenten und Paramilitärs die amerikanische Botschaft in Teheran. Durch die Operation Eagle Claw im April 1980 erfuhr die Weltöffentlichkeit zum ersten Mal von der Existenz militärischer Antiterroreinheiten in den USA. Nach über einem halben Jahr Planung sollte im April 1980 die sogenannte Delta Force der US Marines die 65 Botschaftsgeiseln gewaltsam befreien.

Doch die Aktion scheitere kläglich. Ein Hubschrauber rammte im Sandsturm eine der Transportmaschinen und brachte sie dadurch zur Explosion. Etliche Soldaten kamen ums Leben. Die Überlebenden mussten den Iran unverrichteter Dinge wieder verlassen. Weitere Versuche von Präsident Carter die Geiseln auf diplomatischem Wege zu befreien, führten erst wenige Tage nach der Amtseinführung Ronald Reagans zum Erfolg.

Lastwagen voller Sprengstoff

Im August 1983 beendete die israelische Armee ihren Kampf gegen die PLO im Südlibanon und zog sich aus Beirut zurück. Daraufhin flammten die Kämpfe zwischen den libanesischen Truppen und verschieden fundamentalistischen Milizen wieder auf. Die Amerikaner, die bereits seit längerem Truppen in der Region hatten, griffen am 19. September offiziell in die Kampfhandlungen ein. Auf der Seite der Libanesen versuchten sie die Lage zu stabilisieren.

Da die schiitische Gruppierung gegen die bestens ausgerüsteten Amerikaner wenig Chancen hatte, suchte sie andere Mittel und Wege, den Kampf zu ihren Gunsten zu entscheiden: Am 23. Oktober raste ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen in das Hauptquartier der US Marines. Dabei kamen 241 Menschen ums Leben. Noch heute ist strittig, ob dieser Angriff als terroristischer Anschlag oder als Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln zu werten ist.

Antiterror durch Rockmusik

Fünf Jahre später, im Jahr 1989, intervenierten die US-Streitkräfte unter Präsident Bush sen. in Panama. Ziel war Staatschefs Manuel Noriega. Noriega war von der CIA in den 70er Jahren als Agent geworben worden. Der Leiter des Geheimdienstes zu jener Zeit: Georg Bush sen. Später fiel Noriega in Ungnade. Neben der Absetzung des demokratisch gewählten Präsidenten, machten ihn die USA auch für Drogenhandel verantwortlich. Die USA forderten in der Folge das Militär Panamas auf, ihn zu stürzen. Nach mehreren missglückten Verhandlungen erklärte die panamaische Nationalversammlung den Vereinigten Staaten am 15. Dezember den Krieg.

Es folgte eine Serie von Anschlägen auf in der Panamakanalzone stationierte US-Militäreinheiten. Die USA begannen daraufhin mit der Invasion in Panama. Aufgabe des Antiterrorkommandos war es dabei, Noriega festzunehmen. Auch dieser Einsatz misslang, da sich der Gesuchte nicht zu Hause, sondern mit einer Prostituierten im Hotel befand und sich später in die Obhut des päpstlichen Nuntius (Botschafters) flüchten konnte. Erst nach einer eher peinlichen Beschallung der Nuntiatur mit Rockmusik, ergab sich Noriega.

Bombenattentat auf das World Trade Center

Auf heimischem Boden wurden die Amerikaner bisher selten Opfer von Terroranschlägen, doch ganz verschont geblieben sind sie auch dort nicht. Die Attentate, auf das World Trade Center 1993 und das Alfred P. Murrah Building 1995, haben bereits früher gezeigt, dass sich der Terror eben nicht nur im weit entfernten Nahen Osten abspielt. In beiden Fällen wurden die Schuldigen schnell gefunden und abgeurteilt. Militärische Gegenschläge blieben aus.

Das Bombenattentat auf das World Trade Center, als dessen Drahtzieher der blinde Scheich Omar Abdel Rahman gilt, stand ganz in der Tradition fundamental-islamischer Terroristen und richtete sich gegen die Einmischung der USA in innerarabische Angelegenheiten. Der Anschlag auf das FBI Gebäude in Oklahoma City ist einzigartig in der Geschichte des gegen die USA gerichteten Terrorismus: Der Attentäter war Amerikaner.

Foto: Copyright liegt beim U.S. Departement of Defense


Hier geht es zum Überblick über das e-politik.de Dossier "Der Krieg in Afghanistan".



   


Leserkommentar
Momentan kein Leserkommentar
eigenen Kommentar abgeben ]


Artikel drucken

Artikel für Palm

Artikel mailen

Suche: (Hilfe)

 

Netzreportagen
Deutschland
Europa
USA
Andere Länder
Organisationen
Medien
Gesellschaft
Studium
LINKS der WOCHE



Ochsentour

Kohl-Tagebücher

Politischer Film
The Long Walk Home
rezensiert von Maria Pinzger

Politisches Buch
Sidney Blumenthal: The Clinton Wars
rezensiert von Michael Kolkmann

Kabarett
Gerhard Polt - Das Dossier
von C. von Wagner

Für Studenten



Name ist freiwillig !


 

© 2003 - Konzept, Gestaltung und Redaktion: e-politik.de - Der Seiteninhalt ist ausschließlich zur persönlichen Information bestimmt. Weitergabe an Dritte nur nach schriftlicher Genehmigung.