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Südafrikanische Flagge

Vorbild Südafrika

Autor :  Jan Thiele
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 05.01.2001

Warum Südafrika immer noch vor einem Berg von Problemen steht, aber trotzdem auf dem Weg ist, eine Vorbildfunktion für das ganze südliche Afrika einzunehmen. Von Jan Thiele.


Der Blick auf das südliche Afrika ist zur Zeit nicht gerade von Euphorie gekennzeichnet. Simbabwes Präsident Robert Mugabe rief kürzlich mit dem Spruch "Simbabwe den Simbabwern" zur Jagd auf die Minderheit der weißen Farmer im Land auf. Das benachbarte Mosambik erholt sich nur mühsam von der großen Flutkatastrophe des vergangenen Jahres. Und das eigentlich an Bodenschätzen reiche Angola verblutet in einem brutalen Bürgerkrieg. Gewalt, Despotismus, Hunger und Korruption prägen die südliche Hälfte des Kontinents.

Im Vergleich zu den meisten seiner Nachbarn erscheint Südafrika dagegen derzeit als Insel von Stabilität und Demokratie. Hier erkennen Schwarze und Weiße, dass sie aufeinander angewiesen sind, sollen die Probleme des Landes gelöst werden. Mit den Kommunalwahlen vom Dezember 2000 hat sich die junge südafrikanische Demokratie weiter gefestigt. Wie erwartet ging der ANC aus den freien und demokratischen Wahlen mit etwa 60 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor. Bemerkenswert ist aber vor allem, dass sich nun auch die Weißen mit den Verhältnissen arrangieren und ein Bestandteil der neuen Demokratie werden. Mit etwa 23 Prozent Wahlanteil wurde die Demokratische Allianz (DA) des liberalen Weißen Tony Leon die stärkste Oppositionskraft im Land. Dabei wurde die Partei auch von einem beachtlichen Anteil von Schwarzen Südafrikanern gewählt. In der DA haben sich die Demokratische Partei (DP) und die Neue Nationale Partei (NNP)zusammen geschlossen. Die NNP ist die Nachfolgerin der Nationalen Partei, der Partei also, die Südafrika während der Apartheid regiert hat.

Aber trotz aller gesellschaftlicher Fortschritte steht Südafrikas Regierung unter Präsident Thabo Mbeki noch immer vor einem Berg von Problemen. Allen voran die riesigen Erwartungen der Bevölkerung hinsichtlich einer raschen Verbesserung der Infrastruktur, die bisher nicht erfüllt werden konnten. Die Aids-Epidemie erreicht ein erschreckendes Ausmaß, die Infektionsrate der Bevölkerung wird auf etwa 20 Prozent geschätzt. Und die Arbeitslosenquote liegt selbst nach offiziellen Angaben bei schwindelerregenden 30 Prozent. Noch dazu behindern ein ausgeprägtes Stammesdenken und ein völlig unzureichendes Bildungssystem den Fortschritt in Südafrika.

Angesichts dieser Probleme steht die Verbesserung der Lebensverhältnisse in Südafrika auch ganz oben auf der Prioritätenliste von Präsident Mbeki. Dazu gehören Programme zum Neubau von Wohnungen und Straßen, zur Verbesserung der Strom- und Wasserversorgung sowie des Bildungssystems und zur Kriminalitätsbekämpfung. Und Besserung ist in Sicht: Die Wirtschaftspolitik der Regierung wird von der Fachwelt mit Anerkennung bedacht. Das Wirtschaftswachstum wird sich nach Expertenmeinung in den nächsten Jahren stetig erhöhen. Auch die Inflation ist mit 6 Prozent unter Kontrolle. Von Südafrikas Vorbild könnten sich seine Nachbarn eine dicke Scheibe abschneiden.


   


Leserkommentar von Steffen H.
am 03.02.2003
Südafrika als Motor

Natürlich sollten sich die andere afrikanische Staaten eine Scheibe von Südafrika abschneiden. Ein Vergleich ist dennoch unzulässig. Zum einen sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen in SA ausgezeichnet: Es gibt seit Jahrzehnten eine sehr gute Infrastruktur, die viele - vorallem auch deutsche - Unternehmen sehr gut nutzten. Zum anderen besteht im Gegensatz zu anderen afrikanischen Staaten eine gefestigte Demokratie, die Basis für jeglichen Erfolg ist.

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