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Gerd Penninger

Jugendradio Auf Bayerisch

Autor :  Armin Hirsch
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 17.01.2000

Von Regensburg aus sollen die jungen Bayern in Zukunft durch Radio Galaxy mit jugendgerechter Musik versorgt werden - allerdings nur einige von ihnen.


Am 15. Januar startete mit Radio Galaxy nun auch in Bayern ein landesweites Jugendradio. Das wollten der Bayerische Rundfunk und die Privatsender ursprünglich gemeinsam betreiben. Letztlich setzte Staatsminister Erwin Huber eine rein private Lösung durch.

Glaubt man Astrophysikern, dann werden fremde Lebewesen im Universum am ehesten durch die irdischen Rundfunkwellen auf uns aufmerksam. Steht der Außerirdische nämlich im richtigen Winkel zur Erde, dann könnte er unsere Sender noch tief im Weltall hören - rein technisch gesehen.

An eine solche oder ähnliche Zielgruppe müssen die Macher von Radio Galaxy gedacht haben, als sie einen Namen für ihr Programm suchten. Nur 2500 Hörer können das neue bayerische Jugendradio zum Sendestart empfangen. Das ist die Zahl der DAB-Radios im Freistaat. DAB (Digital Audio Broadcasting) ist die Sendenorm von Radio Galaxy, die seit Jahren nicht recht aus den Startlöchern kommen will.

Doch bald sollen auch herkömmliche Radios den Sender aus Regensburg empfangen können. Bereits in den nächsten Monaten erscheint die neue Station zumindest in den Kabelnetzen (siehe Tabelle). "Auch über normale UKW-Sender wollen wir noch in diesem Jahr auf Sendung gehen", sagt Gerd Penninger (Foto), einer von drei Geschäftsführern der Radio Galaxy-Betreibergesellschaft. Vor allem in Aschaffenburg, Rosenheim, Kempten, Landshut, Bamberg und Ingolstadt erhofft man sich bald eine Frequenz.

"Danceorientiertes Contemporary Hitradio"

Ein anderer wichtiger Weg, um an die jungen Bayerinnen und Bayern heranzukommen, fehlt Radio Galaxy am Anfang: das Internet. Wann genau unter www.radio-galaxy.de eine Homepage erscheint, will man in Regensburg nicht sagen. Auf jeden Fall wird das Programm dann live im Netz zu hören sein.

Zunächst wird in erster Linie Musik gesendet. Das Casting der Moderatoren findet noch statt. Lediglich Nachrichten, Veranstaltungstipps und Musiknews kratzen in der Anfangsphase den Klangteppich an. Unterbrechen dürfen sie ihn nicht. Selbst die Nachrichten, die aus München zugeliefert werden, unterlegt Radio Galaxy vor der Ausstrahlung mit einem Musikbett.

Nach dem Willen von On-Air-Director Detlev Kapfinger soll Radio Galaxy mit einer Mischung aus Techno, House, Hiphop und natürlich Partymusik eine Hörerschaft ansprechen, die etwa zwischen 14 und 25 Jahre alt ist. Der Experte nennt dies ein "danceorientiertes Contemporary Hit Radio". Ausflüge abseits der Charts wird sich das neue Programm zumindest tagsüber kaum leisten. Vielleicht ist das auch nicht nötig. Schließlich plant man ohnehin keine Ausstrahlung über Antenne in München und Nürnberg. Dort wäre eher eine Hörerschaft zu vermuten, die sich auf Experimente einlässt. Da mag Kapfinger die wachsende Bedeutung der Region vor allem für die elektronische Musik noch so vehement verteidigen.

Die Privaten haben nicht genügend Frequenzen

Doch auch außerhalb der Ballungsräume ist Radio Galaxy nur sehr vereinzelt zu hören, denn die verwendeten UKW-Sender haben eine geringe Reichweite.

Dieses Problem wäre zumindest kleiner, wenn das neue Jugendradio in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk entstanden wäre, wie es ursprünglich geplant war. Der BR hätte noch einige freie Frequenzkapazitäten in die Ehe mitgebracht und vermutlich Teile des Programms verantwortet. Doch diese Variante stieß in der bayerischen Staatskanzlei auf Bedenken. Die öffentlich-rechtliche Anstalt hat schließlich schon fünf Programme. Ein weiteres Engagement wollte man ihr nicht zugestehen.

In allen anderen Bundesländern veranstalten die ARD-Sender bereits Jugendprogramme - entweder alleine oder in Kooperation. Nicht in jedem Fall leisten sie einen Beitrag zur Vielfalt. Doch dort besteht zumindest die Chance, den jungen Hörer mit Neuem zu konfrontieren und ihn durch einige unkonventionelle Programmelemente vielleicht zu irritieren.

In Bayern sendet nun ein rein kommerzielles Jugendradio. Die Betreibergesellschaft, an der so ziemlich alle bayerischen Privatfunker beteiligt sind, wird irgendwann mit Radio Galaxy Geld verdienen wollen. Man wird sich hüten, Hörer mit Ungewohntem zu verschrecken.

Andererseits: Wer weiß schon so genau über die Gewohnheiten von Aliens bescheid.

Kabelfrequenzen von Radio Galaxy

Augsburg 87.50 MHz
Ingolstadt 94.35 MHz
München 95.75 MHz
Nürnberg 87.50 MHz
Regensburg 107.70 MHz

Foto: Copyright liegt bei Mittelbayerische Zeitung


   


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