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Netzreportage - Die Kriegsparteien im Internet (24.01.00)

Autor :  Nikolaus Röttger
E-mail: nroettger@e-politik.de
Artikel vom: 09.03.2000

Die Berichterstattung aus dem tschetschenischen Kriegsgebiet ist schwierig. Russen und Tschetschenen melden gleichzeitig Erfolge. Im Rest der Welt weiß keiner genau, was dort geschieht. e-politik.de führt Sie durch das Kriegsgebiet im Internet.


Da wir versuchen, Sie mitten in den Ort des Geschehens zu führen, werden einige der Internet-Seiten nicht in deutscher Sprache sein.

Die Geschichte des Konflikts geht weit zurück. Bereits 1991 erklärte die Tschetschenische Republik (Chechen Republic Online - englisch; halboffiziell) ihre Unabhängigkeit. Drei Jahre später forderte der damalige russische Präsident Boris Jelzin Tschetschenien mit einem Ultimatum auf, in die Russische Föderation (englisch) zurückzukehren. Kurz darauf begann der erste Tschetschenienkrieg. Erst nach sechs Jahren einigten sich Russland und Tschetschenien 1997 auf einen Friedensvertrag. 1999 brach der Konflikt erneut aus. Die russische Regierung machte moslemische Terroristen aus Dagestan und Tschetschenien für die Attentate in Russland und vor allem Moskau verantwortlich. Aufgrund dessen marschierte Rußland zuerst in Dagestan, dann in Tschetschenien ein.

Was heute in Tschetschenien und der Hauptstadt Grosny geschieht, weiß keiner genau. Aus tschetschenischer Sicht berichtet die in den USA gegründete Chechen Times (englisch). Aus Rebellensicht und direkt aus dem Krisengebiet versucht Kavkaz-Tsentr (russisch, englisch) zu informieren. Nach Angaben von Chechen Republic Online handelt es sich bei Kavkaz-Tsentr um eine tschetschenische Nachrichtenagentur. Während von tschetschenischer Seite immer wieder die Erfolge der Rebellen beteuert werden, spricht das Russische Informationsministerium (englisch) vom genauen Gegenteil, nämlich von einem baldigen Sieg in Grosny und ganz Tschetschenien. Licht in das Dunkel der Berichterstattung will das Institue for war and peace reporting (englisch) bringen. Hier kann man sich in eine Mailingliste eintragen und wird dann über die Entwicklungen im Kaukasus zu informiert.

Der Westen verurteilte das Vorgehen Moskaus in der Kaukasus-Republik. Bundesaußenminister Joschka Fischer nannte das Vorgehen Russlands "völlig unakzeptabel". Der Europäische Rat war mit der "schweren Bombardierungen tschetschenischer Städte" ebenfalls nicht einverstanden und forderte die tschetschenischen Entscheidungsträger auf, "die Regeln und Grundsätze des humanitären Rechts zu achten, den Terrorismus zu verurteilen und die Wiederaufnahme eines politischen Dialogs anzustreben". In einer Rede vor dem Europäischen Parlament verurteilte auch der Kommissar für auswärtige Beziehungen (englisch) der Europäischen Union, Christopher Patten (englisch), das Vorgehen Moskaus und sprach sich für eine politische Lösung aus. Der Dialog mit Russland dürfe aber nicht abgebrochen werden. Auf die Kritik der EU und der USA (englisch) reagierte Russland harsch. Bei einem Besuch in China drohte Jelzin sogar mit Atomwaffen.

Nach dem Rücktritt Jelzins will der neue russische Interimspräsident Putin den Krieg im Kaukasus fortsetzen und einen schnellen Sieg herbeiführen. Nicht zuletzt wegen der kommenden russischen Präsidentschaftswahlen im März. Denn ein Sieg im Kosovo würde für Putin wahrscheinlich auch einen Sieg bei den Wahlen bedeuten.

Besonders erschreckend ist die hunmitäre Lage in Tschetschenien. Amnesty International spricht von einer "großflächigen Zerstörung von Dörfern und Städten" und fürchtet um das Leben der Zivilbevölkerung und der Flüchtlinge. Nach tschetschinischen Berichten sind weit mehr als 4000 Flüchtlinge getötet worden. Und auch Russland mußte Verluste einräumen. Das Spezialangebot (englisch) der Organisation Human Rights Watch zum Tschetschenienkrieg bestätigt das humanitäre Elend: Tote, Flüchtlinge und Menschenrechtsverletzungen von und auf beiden Seiten...


   


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