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Wählen im Internet

Autor :  Sebastian Becker
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 31.03.2000

Vielleicht eine Möglichkeit, der Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit zu begegnen: statt zur Urne zu gehen - einfach kurz 'ne Mail schicken. Wenn es dafür dann noch Webmiles gäbe, Wählen wäre endlich wieder 'in'.


Lange Zeit waren es vor allem Sicherheitsbedenken, die gegen eine stärkere kommerzielle und administrative Nutzung des Internet sprachen. Doch mit den entsprechenden Verschlüsselungs- programmen ist zumindestens der Zahlungsverkehr per Kreditkarte zum Standardvorgang in der Cyber-Welt geworden. Zwar sind noch nicht alle Gefahren gebannt, aber das Vertrauen der Verbraucher wächst.

Ganz im Gegensatz dazu tun sich die staatlichen Behörden noch schwer, die Pläne für die Online-Einbindung des Wahlvolkes zu forcieren. Aber nicht nur technische, sondern auch theoretische Einwände lassen die Übertragbarkeit des ehernen Grundsatzes von der "gleichen, geheimen und freien" Wahl auf die schöne neue Netzwelt fraglich erscheinen.

Allerdings muß man kein Prophet sein, um vorauszusagen, daß in absehbarer Zeit erste, kleinere Wahlen und Abstimmungen per Mausklick stattfinden werden. US-Präsident Clinton gab vergangenen Dezember bei der National Science Foundation eine einjährige Machbarkeits-Studie in Auftrag. Jetzt kümmern sich Experten aus den verschiedensten Bereichen darum, Wahlen per Internet sicher zu machen und die für die Einhaltung des Wahlgeheimnisses notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Erste Auspizien für den Wandel des Internet zum globalen Wahllokal waren die Primaries der Republikanischen Partei in Alaska diesen Januar: die in den endlosen Weiten des nordwestlichsten Zipfels Amerikas lebenden Anhänger der 'Grand Old Party' konnten ihre Stimmen für die parteiinternen Vorwahlen zur Nominierung der Präsidentschaftskandidaten online abgeben. Und erst vorletzte Woche konnte ein 40 Tage andauernder Arbeitskampf bei Boeing durch eine Internet-Abstimmung der Belegschaft beendet werden.

Marktführer bei der Realisierung von Netz-Wahlen ist die im US-Bundesstaat Washington angesiedelte Firma VoteHere.net. Sie entwickelt auf Basis selbstprogrammierter Kryptographiesoftware sichere Wahlprogramme für das Internet. Aber es wird noch einige Zeit vergehen, ehe alle Fragen ausdiskutiert sind und wir unseren ersten Cyber-Kanzler wählen. Vielleicht schafft ja die dieses Wochenende in Washington, DC stattfindende 'Voting Integrity Conference 2000 mehr Klarheit über die Zukunftsfähigkeit dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung.


   

Weiterführende Links:
   VoteHere.net



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