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Das besondere Erlebnis

Autor :  e-politik.de Gastautor
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 04.09.2003

Für eine gewisse Zeit unterschiede zur Konsumwelt erleben. Heizen mit Feuer, Beleuchten mit Petroleumlampen und Abwassersammelstellen vermitteln einen ökologischen Hauch von Abenteuer.
Von Eva Hoppmann


Erdkühlschränke, selbstgebaute "Donnerbalken", Einkaufen mit Bollerwagen, Feuerrunden und Nachtwanderungen. Begriffe, die nicht nur spannend klingen, sondern sich bei den von der Jugendsiedlung Hochland angebotenen "ökologischen Zeltlagern" in Königsdorf mit Leben füllen. Die Redaktion sprach mit Josef Birzele, Leiter der Jugendsiedlung Hochland über Idee, Ziele und Praxis hinter den umweltbewussten Zeltlagern: Von Eva Hoppmann

Redaktion:
Herr Birzele, bei den Zeltlagern in Königsdorf sollen die Teilnehmer bewusst einen Kontrast zur Unterhaltungs- und Konsumwelt erfahren. Aber bei allem Abenteuer, bedeutet umweltgerechtes Verhalten beim Zelten nicht automatisch ein langweiliges Lagerleben ohne Spaß?

Josef Birzele:
Ganz und gar nicht. Das ganze Lagerleben findet draußen statt und dient dem Eingliederungsprozess des Einzelnen in die Natur. Das Programm für ein ökologisches Zeltlager muss aber nicht zwingend ökologische Themen enthalten. Viel wichtiger ist, in allen Aktionen und Aktivitäten ökologisches Handeln zum Grundprinzip zu erklären. Wenn Spaß und Freude mit diesem Handeln einhergehen, wird jedes Programm ein Erfolg.

Redaktion:
Können Sie konkret ein Beispiel nennen, wodurch Teilnehmer zu anderem, ökologischen Handeln angeregt werden?

Josef Birzele:
Wenn sich zwei Kinder im Bach waschen und das eine benutzt Shampoo, was dann durch das Wasser zu dem anderen Kind getragen wird, wird sich dieses ziemlich gestört fühlen. Es erlebt Umweltverschmutzung unmittelbar. Im Zeltlager können wir dann exemplarisch anfangen, unseren jetzigen Lebensstil zu hinterfragen und Neues probieren, um das Leben in der Gemeinschaft für die Zukunft zu gestalten.

Redaktion:
Stichwort Zukunft. Sie verfolgen also mit den ökologischen Zeltlagern konkret ein Ziel für spätere Generationen?

Josef Birzele:
Dass es nicht bestens um unsere Umwelt steht, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Trotzdem sind viele Menschen bestimmter Katastrophenthemen wie Treibhauseffekt, Ozonbelastung oder Zerstörung des Regenwaldes inzwischen überdrüssig. Das darf aber nicht sein! Wir müssen lernen, neue Wege zu beschreiten, hin zu einem zukunftsfähigen Leben im Einklang mit der Natur. Um hier bewusste Zeichen zu setzen, bietet sich ein Zeltlager ideal an. Die Abhängigkeit von der Natur ist dort direkt und unmittelbar erlebbar.

Redaktion:
Kommen wir zur Praxis der Zeltlager. Was erwartet Teilnehmer bei den ökologischen Zeltlagern, was sie bei anderen Anbietern nicht bekommen können?

Josef Birzele:
Hervor sticht zum einen unser einzigartig naturnah gestalteter Zeltplatz am Rande des Naturschutzgebietes Isarauen, in der Nähe der Berge. Ein gutes ökologisches Zeltlager kann man nämlich natürlich nicht auf einem überfüllten Campingplatz durchführen.

Redaktion:
Und was prägt den täglichen Zeltalltag in ökologischer Hinsicht?

Josef Birzele:
Das hängt natürlich stark von der einzelnen Gruppe ab, die sowohl in der Anzahl der Teilnehmer, als auch der Altersstruktur stark schwanken kann. Einige Anregungen von uns werden in der Regel von allen Gruppen angenommen. Das bedeutet beispielsweise, dass darauf geachtet wird, hauptsächlich Lebensmittel aus ökologischer Produktion zu verwenden, Materialtransporte mit Handwagen und Fahrrad zu organisieren oder auf Strom zu verzichten.

Redaktion:
Und was machen Gruppen, die den ökologischen Gedanken besonders weit ausleben wollen?

Josef Birzele:
Wir stellen in der Jugendsiedlung Anleitungen für den eigenen Bau von Wascheinrichtungen, wie zum Beispiel einem Waschtrog mit Kanister oder einer Solardusche zur Verfügung. Es gibt Gruppen, die das nutzen, es ist aber auch nicht jedermanns Sache. Wir möchten Menschen, die der Umwelt wieder ein Stück näher kommen wollen, nicht verschrecken. Wer keine Lust auf selbstgemachte sanitäre Anlagen verspürt, kann unsere Einrichtungen nutzen und trotzdem viele Erfahrungen sammeln.

Redaktion:
Herr Birzele, wir danken Ihnen für das interessante Gespräch über neue Wege der Feriengestaltung.


Ökologisches Zeltlager
Soziales Training für Gruppen
Zirkus für Kids

Überblick über alle Freizeitmöglichkeiten


   


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