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e-politik.de - Home  Brennpunkt  Politik in Deutschland   Bündnis90 / Die Grünen


Beer, Metzger, Ströbele (v.l.) Montage: Nina Bludau

Beer, Metzger, Ströbele: Abtreten - das war´s!

Autor :  Maria Pinzger
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 01.05.2002

Hans-Christian Ströbele, Oswald Metzger und nun Angelika Beer – bei den Grünen mussten einige Altgediente bei der Nominierung für die Bundestagswahl Schlappen hinnehmen. Maria Pinzger über das Verfahren bei den Grünen.


"Ich hätte gedacht, dass mein Landesverband mehr Stil hat." Die Enttäuschung in dieser Aussage Angelika Beers ist verständlich. Schließlich steht sie vor dem Aus auf der bundespolitischen Bühne – nach drei Legislaturperioden wird sie dieses Jahr nicht mehr in den neuen Bundestag einziehen. Und die Entscheidung fiel nicht mal in einer direkten Abstimmung. Die verteidigungspolitische Sprecherin der Bundestagsfaktion scheiterte an einer besonderen Regelung im schleswig-holsteinischen Landesverband: Nach drei Legislaturperioden im Bundestag muss sich ein Abgeordneter mit einer 2/3-Mehrheit vom Parteitag bestätigen lassen, um wieder für die Landesliste kandidieren zu können. Angelika Beer hätte dafür 68 Stimmen gebraucht – sie erhielt 66. Denkbar knapp kam der Befehl für die Wehrexpertin: Abtreten!

Unumstritten war Angelika Beer auch in der eigenen Partei nie. Zunächst Pazifistin und Bundeswehrgegnerin, bekannte sich die heutige Wehrexpertin der Grünen in den vergangenen Jahren öffentlich zu den Bundeswehreinsätzen in Bosnien und in Afghanistan. Ihr Landesverband ist seit jeher eher links – ein möglicher Grund für das Scheitern.

Die glücklosen drei

Auf jeden Fall steht Angelika Beer nicht alleine da. Auch Hans-Christian Ströbele und Oswald Metzger erwischte es bei den Nominierungen für den Bundestagswahlkampf. Der Altlinke Ströbele erreichte auf der Berliner Landesliste gerade mal Platz drei – un hat damit keine Aussicht auf einen erneuten Einzug in den Bundestag. Der schwäbische Finanzexperte Metzger scheiterte in einer Kampfabstimmung gegen den Parteivorsitzenden Fritz Kuhn – für einen Listenplatz auf den hinteren Plätzen stand er dann erst gar nicht mehr zur Verfügung.

Drei Große der Grünen müssen sich nun scheinbar aus der Bundespolitik verabschieden. Einen generellen Trend kann man bei den Grünen deshalb aber nicht feststellen. "Die Realos schicken die Altlinken nach Hause" prophezeien manche Beobachter. Ströbele ist einer "dieser Linken". Aber Metzger und auch Beer zählen nicht dazu. Bei Metzger könnte seine Kritik am Führungsstil der Partei zur Niederlage geführt haben. Er hatte der grünen Führungsriege einen "Schmusekurs mit der SPD" vorgeworfen. Bei Angelika Beer wird darüber gemunkelt, dass ihr Privatleben eine Rolle gespielt habe – in der Boulevardpresse ließ sie sich über ihren ehemaligen Lebensgefährten, einem Bundeswehr-Leutnant, aus.

Wirtschaft, Landespolitik und Bundestag?

Genauso unterschiedlich wie die Gründe für das Scheitern sind auch die Zukunftspläne der drei gefallenen Kandidaten. Für Metzger sitzt der Stachel zu tief: Er will in die freie Wirtschaft und nicht mehr in der Politik aktiv sein. Angelika Beer will wenigstens auf Landesebene weitermachen. Und Christian Ströbele? Er könnte den Joker gezogen haben: Die Grünen in Kreuzberg nominierten ihn als Spitzenkandidaten und wollen mit ihm das erste Direktmandat der Grünen bei einer Bundestagswahl holen. Sollte ihm das gelingen, wird Hans-Christian Ströbele wohl als Phönix aus der Asche der Grünen in die Parteigeschichte eingehen. Von Beer und Metzger würde in der rauschenden Wahlnacht in Kreuzberg wohl dann niemand sprechen.


Bei Journalisten war Oswald Metzger wegen seiner knackigen Stellungsnahmen immer beliebt. Nach der Bundestagswahl müssen sie sich einen neuen Lieblings-Partner suchen. Lesen Sie hier einen Bericht von Maria Pinzger über die letzten Tage des Politikers.


   

Weiterführende Links:
   www.gruene-partei.de
   Die Homepage von Angelika Beer



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