Dienstag, 11.11.2003 Werbung:
 
 


Afrika
Balkan
China / Russland
Europa
Internationales
Politik in Deutschland
Politik und Wirtschaft


Lehrredaktion
e-Demokratie
Medien
Extremismus im Netz


TV / Hörfunk-Tipps
Pop & Politik


Sport
Satire
Netz-Fundstücke



Außenpolitik der BRD
Europäische Union
Theorien
Organisationen


Antike
Neuzeit


Parteien
Institutionen


Aus den Hochschulen
Studienhilfen
Für Studenten







Über uns
Presse / Referenzen
Redaktion
Gästebuch
Impressum


Jobs@e-politik.de
Werbung
Partner





e-politik.de - Home  Boulevard  Satire   Die geheimen Kohl-Tagebücher


Tag und Buch im Streitgespräch

Folge 4: Atemtechnik

Autor :  Claus von Wagner, Marc Christian
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 14.12.2000

Tag und Buch warten auf ihre Sendung. Neben den gewohnten Reibereien, entdecken die Beiden etwas Neues: Brillenputzlösung.


Tag: Am 3. April des warmen Jahres 1930, als unser Helmut, gesegnet mit den weiteren Vornamen Josef und Michael, in der schönen Stadt Ludwigshafen das Licht der Welt erblickte ...

Buch: Lassen Sie das. Die Tatsache, dass er geboren wurde, haben wir zur Genüge mitbekommen ... Dass er noch nicht tot ist, auch. Ansonsten kann ich Ihre Faktenhäufung nur so auslegen: Sie haben im Internet nach einer Kohl-Biographie gesucht und gefunden. Das macht Sie zu einem IT-begabten Tagebuch. Glückwunsch. Doch damit stehen Sie Gerhard Schröder erheblich näher als Helmut Kohl ... (putzt sich energisch die Brille mit einem Brillenputztuch)

Tag: Jetzt passen Sie mal auf, Sie Tagebuch-Dilettant. Jede tiefgehende Analyse eines Charakters bedarf einer ebenso tiefgehenden Darlegung der Fakten. Und zentrale Fakten eines Lebens sind nun einmal: Geburt, Geburtsort, Körperbehaarung, Eltern und Vornamen. Das Helmuts Vater Johann Kaspar hieß und ein katholischer Finanzbeamter war, ist dabei genauso wichtig, wie ...

Buch: Ja und? Und wenn sein Vater einen gelben Pullunder an hatte, als er Helmut getauft hat ... Wir sollten Gedanken, Tiefgründiges beleuchten, seine erste große Rede psychologisch analysieren. Wie hat er argumentiert? Wie hat er sich dabei gefühlt? Warum diese langen Unterhosen? Das ist interessant, aber das steht natürlich nicht im Internet ... (putzt sich noch energischer die Brille)

Tag: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie fast jeden Ihrer unreflektierten Kommentare mit der nichtssagenden Phrase "Ja und" beginnen? - Sie sind Wissenschaftler, kein Beckenbauer. Außerdem ist es aus Sicht der Farbenlehre durchaus interessant, welche Farbe der Pullunder von Helmuts Vater bei dessen Taufe hatte ...

Buch: Er hatte keinen Pullunder an, sondern ein schwarzes Sakko. Sie haben keine Ahnung ... Von seiner ersten großen Rede auch nicht. ODER? (putzt sich die Brille noch viel energischer)

Tag: So weit war ich auch noch gar nicht. Psychologisch gesehen waren die Ansprachen, die er in seiner Rolle als Klassensprecher hielt, sehr bestimmend und bezeichnend für seine weitere Entwicklung ...

Buch: Waren sie nicht. Helmut war nie Klassensprecher. Er hatte nur die Telefonnummer seines Klassensprechers. Das war ausreichend, um die Führung zu halten, hick! Das, was Sie meinen, war ein Referat in Latein, hick! Helmut war so nervös, dass er statt einer Folie seine Brille auf den Overhead gelegt und behauptet hat, es handele sich hierbei um ein römisches Streitross ... kurz vor dem Kopulationsakt mit Julius Cäsar. Das nennen Sie bezeichnend? Vielleicht für seine Geschichtskenntnisse, hick!

Tag: Es ist mir vollkommen unverständlich, was Sie da erzählen ...

Buch: ...und dann hat er Asterix und Obelix zum ..., wow, diese Brillenputzlösung ist der Hammer, hick! Wollen Sie'n bisschen?

Tag: Nehmen Sie das Ding weg ... geben Sie mal her. Sniff! ... Aha! ... Sniff! Naja. ... Sniff! ...

Buch: Da kann man sich den Alkohol sparen, was ?

Tag: SNIIIIIIIIIIIIIFF!

Buch: Geben Sie wieder her. HEY!

Tag: Jap! Gleich.

OFF: Wir gehen auf Sendung. Meine Herren, wenn sie ... Herr Buch könnten sie ihrem Kollegen bitte dieses Tuch aus der Nase ziehen?

Grafik: Claudia Kober



   


Leserkommentar von Moritz
am 15.12.2000
Respekt

Ihr seid gut. Obwohl ich Kohl ja von eigentlich nichts mehr hören wollte ... geschweige denn lesen!

mehr Kommentare ]  [ eigenen Kommentar abgeben ]


Artikel drucken

Artikel für Palm

Artikel mailen

Suche: (Hilfe)

 

Netzreportagen
Deutschland
Europa
USA
Andere Länder
Organisationen
Medien
Gesellschaft
Studium
LINKS der WOCHE



Ochsentour

Kohl-Tagebücher

Politischer Film
The Long Walk Home
rezensiert von Maria Pinzger

Politisches Buch
Sidney Blumenthal: The Clinton Wars
rezensiert von Michael Kolkmann

Kabarett
Gerhard Polt - Das Dossier
von C. von Wagner

Für Studenten



Name ist freiwillig !


 

© 2003 - Konzept, Gestaltung und Redaktion: e-politik.de - Der Seiteninhalt ist ausschließlich zur persönlichen Information bestimmt. Weitergabe an Dritte nur nach schriftlicher Genehmigung.