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e-politik.de - Artikel
( Artikel-Nr: 1928 )Promises Autor : Maria Pinzger Der Nahost-Konflikt durch die Augen von Kindern gesehen, davon handelt Promises, ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm. Maria Pinzger hat ihn gesehen.
Ultra-orthodox oder Hamas-Anhänger Kinder, die wie Kinder reagieren Promises macht keine Versprechungen
"Promises" (USA 2001) Foto: Copyright liegt bei Promises Film Project
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Shlomo gehört zu diesen ultra-orthodoxen Juden, 12 Stunden am Tag widmet er sich religiösen Studien.
Nur durch einige Straßenzüge von ihm getrennt lebt Mahmoud, ein blonder und blauäugiger Junge, der Hamas-Anhänger ist. Nie würde er mit einem Juden reden oder ihm gar die Hand geben, verkündet er mit erschreckendem Ernst.
Und dann sind da noch Sanabel, ein palästinensisches Flüchtlingsmädchen, deren Vater seit Jahren im Gefängnis sitzt, Faraj, ebenfalls ein Flüchtling, der mit 5 Jahren sah, wie ein Freund von einem israelischen Soldaten getötet wurde und Moishe, das Kind rechter jüdischer Siedler, der den Konflikt aus seiner Sicht auf einen Punkt bringt: "Gott gab Abraham das Land, aber dann kamen die Araber und haben es weggenommen." Als Premierminister würde er alle Araber "aus Jerusalem rauswerfen".
Gleichzeitig zeigt er aber auch die Menschlichkeit und die Chancen, die in den Kindern der neuen Generation liegen: Goldberg organisiert - nicht nur für den Film - ein Treffen zwischen den Juden Daniel und Yarko und dem palästinensischen Mahmoud. Die Kinder sind sich auf Anhieb sympathisch und verleben einen ganz "normalen" Tag, mit Fußball, Essen und viel Lachen.
Zu den bewegendsten Momenten des Filmes zählt zweifelsohne, als Mahmoud bei diesem Treffen in Tränen ausbricht und erklärt, er weine, weil Goldberg bald weg sein werde und damit auch diese Freundschaft zwischen ihm und den jüdischen Zwillingen zu einem Ende kommen werde.
Promises vermittelt neue Eindrücke und auch ein bisschen Hoffnung, dass vielleicht die neue Generation der israelischen und palästinensischen Kinder es schafft, den Konflikt zu einem friedlichen Ende zu bringen.
Promises, Versprechungen, können dafür aber nicht gegeben werden.
ab dem 24. Oktober in den deutschen Kinos
Buch, Produktion und Regie: Justine Shapiro, B.Z. Goldberg
Länge: 106 min.
mecfilm
Frau Irit Neidhardt
Meppener Straße 9
48155 Münster
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