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e-politik.de - Artikel
( Artikel-Nr: 1616 )Kommentar: Sex, Kirch und Stoiber
Autor : e-politik.de Gastautor
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Unterstützt der rechtschaffene bayerische Ministerpräsident die Porno-Industrie? Warum betreibt Edmund Stoiber eine Subventionspolitik, für die jahrzehntelang die Sozis Prügel einstecken mussten? Jörg Werner Schmidt freut sich auf den Wahlkampf.
Wenn Bremen marode Werften durchfütterte, oder wenn im Saarland Oskar Lafontaine im Koma liegende Kohle-Zechen jahrelang am Leben erhielt: Stets erhob sich der mahnende Zeigefinger aus München. Stoibers Ziehvater Franz Josef Strauß ereiferte sich über die unsinnige Konkursverschleppung zu Lasten der Zukunftsindustrien. Und irgendwie haben die Sozis das dann auch eingesehen.
Doch Edmund, der Kirchen- und Kirchfreund, treibt heute sein Unwesen nach bester sozialdemokratischer Tradition. Immer wenn Stoiber-Freund Kirch in seinen Schulden zu ertrinken droht, wirft ihm die Bayerische Landesbank einen segensreichen Rettungsring zu. Mit freundlichen Grüßen von Erwin Huber und Edmund Stoiber. Das gewichtige Aushängeschild der Medienstadt München kann man nicht einfach absaufen lassen wie einen kleinen verschuldeten Handwerker. Noch dazu, wenn auf diesem Aushängeschild dezent aber deutlich "Made by Helmut Kohl" steht.
Doch ausgerechnet jetzt, wo der freigiebige Provinzpolitiker von der Isar sein erstes Casting als Staatsmann vor sich hat, soll Stoibers Vorzeigeunternehmen wie eine Seifenblase platzen? Das kann den Trachtenanzugträger mit Kanzlerambitionen nicht kalt lassen. Nicht nur, dass der Traum vom konservativen Senderblock endgültig zu platzen droht. Kurz vor der Bundestagswahl präsentieren die Banken dem selbsternannten Wirtschaftserneuerer Stoiber zu allem Überdruss die Rechnung für seine Fehlinvestitionen.
Und als Zuckerl für alle konservativen Parteigänger kündigt Georg Kofler, Chef von Milliarden-Grab Premiere auch noch an, künftig mit Hardcore Pornos die Republik zu erfreuen. Mit freundlicher Unterstützung der bayerischen Staatskanzlei. Denn nur weil diese immer wieder den Bankrott der Fehlinvestition Premiere abwendete, kann sich das Pay - TV heute als Stöhn-Sender präsentieren.
Eine bessere Steilvorlage hätte Stoiber dem Genossen der Bosse, Gerhard Schröder, nicht liefern können. Stoiber als Bankrotteur und Porno-Investor. Da juckt beim Jodeln die Lederhose. Mit oder ohne Laptop.
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