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e-politik.de - Artikel
( Artikel-Nr: 1491 )39 Währungen umgestellt
Autor : e-politik.de Gastautor
E-mail: redaktion@e-politik.de
Tut die Euro-Umstellung weh? Ein Artikel von Thomas van de Pas.
Welche grausamen Identitätsverluste und schrecklichsten Horrorerlebnisse haben wohl die Bewohner 1857 im Gebiet des deutschen Zollvereins erlitten, als sie sich von gleich 39 Währungen zu Gunsten des "Vereinstalers" trennen mussten. Der seit 1834 entwickelte einheitliche Währungs- und Wirtschaftsraum begünstigte die Ausweitung von Industrie und Handel. Der deutsche Zollverein endete 1871 - mit der Gründung des deutschen Reiches.
Die Großen im Einzelhandel beginnen in 2001 zunehmend ihre Waren zusätzlich zur Landeswährung in EURO auszuzeichnen. Die Kleinen haben Vorbehalte: "Unsere Traditionen gehen verloren", befürchtet die Verkäuferin eines Müncher Blumenladens.
Die Banken und Sparkassen werben ab Frühjahr 2001 dafür, den Sparstrumpf auf's Konto einzuzahlen. "Einen Wertverlust bei Gedenk- und Sondermünzen gibt es nicht", versichert das Finanzministerium, die Einwechslung zum Nennwert ist garantiert.
Der erste sinnliche Kontakt mit den EURO-Münzen ist ab 17. Dezember möglich. Dann werden von den Banken und Sparkassen 10,23 EURO in festgelegter Münzmischung an die Bevölkerung abgegeben. "Wir haben unsere Automaten umgerüstet oder ersetzt", versichert Thomas Piegsa, Filialleiter der Sparkasse. "Bis zum 28. Februar 2002 tauschen wir DM kostenlos in EURO um. Dies ist die gesetzliche Doppelwährungsphase. Danach nehmen wir die DM wie Dollar oder Pfund zu einem niedrigeren Ankaufkurs an."
Zum Dossier-Überblick "Die neue Währung steht vor der Tür".
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