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e-politik.de - Artikel
( Artikel-Nr: 497 )Geschichte der KSZE
Autor : Politisches Studium
E-mail: redaktion@e-politik.de
Sicherheit für Europa? Mit der KSZE manifestierte die Politik in Europa zwischen 1972 und 1990 den entscheidenden Eckpfeiler für eine Ost-West-Annäherung.
A. Weg zur KSZE-Konferenz:
seit 50-iger Jahren: sowjetisches Bemühen um europäische Sicherheitskonferenz,
allerdings ohne USA+Kanada Þ Ablehnung
Gründe:
Stabilisierung des eigenen sicherheitspolitischen Vorfelds in Europa
Schwächung des Zusammenhalts USA & Westeuropa
keine Eingliederung der BRD in die NATO
60-iger Jahre: Entspannungsprozeß
SU gibt Vorbedingung (USA+Kanada) auf
Neue Ziele:
Anerkennung des politisch-territorialen Nachkriegs-status quo
Ausweitung wirtschaftlich-technischer Beziehungen
Verhinderung einer multilateralen Atomstreitmacht
Sicherstellung einer gleichgerichteten Westpolitik aller
Warschauer Pakt-Staaten
Ziele des Westens:
Berechenbarkeit, Steuerung und Einbindung des sowjet. Konfliktverhaltens
Zugeständnisse bei D-Frage und Berlin-Problem
Menschenrechte
Öffnung des Ostens
Neue Ostpolitik (Brandt / Scheel)
(Moskauer- / Warschauer Vertrag, Grundlagenvertrag, Viermächteabkommen über Berlin)
22.11.72 - 8 .6.73 Vorgespräche zur KSZE
3.7.73 Eröffnung durch eine Außenministerkonferenz (mit USA+Kanada)
1.8.75 Unterzeichnung der KSZE-Schlußakte durch 35 Staaten
wichtig: KSZE Schlußakte stellt lediglich eine gemeinsame Absichtserklärung der beteiligten Regierungen dar
Þ kein verbindlicher Vertrag
B. Die Folgekonferenzen
4.10.77 - 9.2.78 Belgrad:
Heftige Kontroverse über die Einhaltung der Bestimmungen der KSZE- Schlußakte; Eingestehen der SU zu Menschenrechtsversößen gefordert
Þ SU zu keinen Schuldeingeständnissen bereit
Þ Ende der Konferenz mit der Unterzeichnung eines Dokuments, in dem festgeschrieben wird, daß sowohl über den "bisher erreichten Grad der Durchführung" wie auch über die Fortschreibung der Schlußakte kein Konsens bestand:
Vereinbarung von Expertentreffen
27.12.79 Offizieller militärischer Einmarsch der SU in Afghanistan
Þ weitere Verschlechterung der Ost-West-Beziehungen
Nov.80 - Dez.81 Madrid
Weiterführen des Streits um die Auslegung und Anwendung der Prinzipien von Helsinki sowie um Achtung der Menschenrechte.
13.12.81 Verhängung des Kriegsrechts in Polen führt zu einer Vertagung der Konferenz
März 82 - Nov.82 Wiederaufnahme
Ergebnisse:
Vereinbarung weiterer Expertentreffen
Einberufung einer "Konferenz über Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen und Abrüstung in Europa" (KVAE) nach Stockholm
Exkurs: Typische Merkmale des polit. Ablaufs der KSZE:
4.11.86 - 15.1.89 Wien
Schlußdokument enthält Fortschritte in allen Bereichen der Vereinbarungen von Helsinki
Ergebnisse der Stockholmer KVAE-Konferenz
Erweiterung des polit. Sicherheitsrahmen in den milit. Bereich
Die hier erreichten Fortschritte reflektierten bereits den abklingenden Ost-West-Konflikt. Ein großer Anteil am Zustandekommen dieses Abkommens ist hierbei der veränderten sowjetischen Politik durch Gorbatschow (Glasnost, Perestroika) zuzuschreiben, an deren Ende auch eine veränderte Rolle der KSZE - kein Management des Ost-West-Konflikts - stand.
C. Günstige Vorraussetzungen für das Treffen in Paris
19.11.-21.11.90 Paris
Charta von Paris für ein neues Europa
die Ära der Konfrontation und Teilung Europas wird für beendet erklärt
Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bilden die Vorraussetzungen der Einheit und des Friedens Europas
institutionelle Weiterentwicklung der KSZE
KSZE-Vertrag
D. Merkmale der neuen KSZE
Kontinuität:
Neuansätze
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