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Buch-Cover

Jean-Charles Brisard / Guillaume Dasquié: Die verbotene Wahrheit

Autor :  Sead Husic
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 14.06.2002

Noch immer ist die Lage in Afghanistan unklar, noch immer herrscht kein Frieden. Ein neues Buch beleuchtet jetzt die Verbindungen der USA mit Osama bin Laden. Sead Husic hat es gelesen.


Das Verbotene reizt die Menschen und "verbotene Wahrheiten" steigern die Lust, von der verbotenen Frucht Wahrheit zu kosten. Zumal es Hintergründe zu erkunden gibt, die hinter einem blutigen Anschlag mit mächtigen Auswirkungen stecken. So wie der vom 11. September 2001, der Tausende Menschen das Leben kostete und den Krieg in Afghanistan nach sich zog.

Anspruch und Wirklichkeit

"Die verbotene Wahrheit" im Titel, die Hintergründe, die "Verstrickungen der USA mit Osama bin Laden" im Untertitel versprechen uns die beiden Autoren Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquié in ihrem neuen Buch. Mit Spannung werden Enthüllungen erwartet, wird "die Wahrheit" hinter der Wahrheit der Fernsehbilder und der tagesaktuellen Berichterstattung erhofft. Das Bild von bin Laden im Kopf, dem dunkelbärtigen Mann mit den großen braunen Augen, der orientalischen Kopfbedeckung und dem olivgrün gescheckten Militäranzug, durchforstet man den Text nach den verblüffenden Wahrheiten des Osama bin Laden, dem Mann, der von den US-Streitkräften gesucht wird und die internationale Fahndungsliste noch vor den Serben Ratko Mladic und Radovan Karadzic anführt. Leider verspricht der Titel des Buches mehr, als die Autoren zu beweisen imstande sind.

Umfassende Detailarbeit

Fleißkärtchen haben sich Brisard und Dasquié zwar verdient, indem sie die weltweiten Verzweigungen der Saudi bin Laden Group (SBG) minutiös zusammengestellt haben, aber die analytische Tiefe, die Belege für die Verstrickungen des saudischen Unternehmens mit der Central Intelligence Agency (CIA) oder etwa dem State Department sind dürftig und gehen über vage Verbindungen kaum hinaus. Zwar führen die Autoren seitenlang eine ermüdende Aufzählung der Off-shore-Institute, Banken, Tochtergesellschaften, Scheinfirmen auf, die zur SBG gehören, doch überzeugende Folgerungen für eine gezielte finanzielle Unterstützung bin Ladens lassen sich daraus nicht ziehen. Große Unternehmen haben weitreichende Verflechtungen. Dass dann auch US-Politiker in irgendeiner Tochtergesellschaft der SBG auftauchen, verwundert nicht.

Dünner Schluss

Unglücklich sind viele der Formulierungen. So heißt es im III. Kapitel: "Libyen 1994: Ein Terrorist wird geboren." Als Terrorist wird aber niemand geboren. Das Schlusskapitel ist so dünn wie die Beweislage für die kompromittierenden Verstrickungen der USA mit Osama bin Laden: nicht einmal zwei Seiten füllen Brisard und Dasquié. Das überrascht nicht, wenn die müde Bestandsaufnahme über 189 Seiten in Betracht gezogen wird. Die Lust auf die Frucht der "verbotenen Wahrheit" war groß, man bekam eine unausgereifte Zwetschge.

Jean-Charles Brisard/Guillaume Dasquié: "Die verbotene Wahrheit. Die Verstrickungen der USA mit Osama bin Laden"
Pendo Verlag, 2002, 284 Seiten
18,90 Euro
ISBN 3-85842-477-3


   


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