Angefragt bei Dagmar

Portrait_Enkelmann.jpgUnternehmensberater und die Linke passen zusammen, meint Dagmar Enkelmann (Die Linke), ehemalige Unternehmensberaterin aus Bernau. Von Christian Heise

Diese Woche: Dagmar Enkelmann (Die Linke)

Im Bundestag seit: 1990 (mit Unterbrechung 1998-2005), Landesliste: Brandenburg, Beruf: Diplom-Historikerin, Jahrgang: 1956, 3 Kinder, verheiratet.

1. Womit haben wir Sie verdient?

Nachdem zuerst Rot-Grün und dann Rot-Schwarz den Sozialstaat zum Abschuss freigegeben haben, haben Sie engagierte Politikerinnen wie mich verdient, die nicht alternativlos einen einmal eingeschlagenen Weg abnicken.

2. Ihr größer politischer Erfolg?

Eine starke Linke im Bundestag.

3. Was ist Gerechtigkeit?

Dass jeder Mensch, unabhängig von Herkunft und sozialem Umfeld, ein selbst bestimmtes Leben führen kann.

4. Welche Politikerin, welchen Politiker der Geschichte bewundern Sie und warum?

Che Guevara. 1966 ging er mit fast nichts als seiner Hoffnung auf Veränderung von Kuba nach Bolivien. Vierzig Jahre später wird ein großer Teil des Subkontinents von Linken regiert.

5. Wer stört am meisten im Bundestag/ in den Ausschüssen?

Der regierungshörige Abgeordnete, der zu allem nur „Ja und Amen“ sagt.

6. Wo im Bundestag kann man die besten Nickerchen halten?

Keine Ahnung, dazu komme ich nicht. Vermutlich aber bei den endlosen Reden der Koalitionsabgeordneten, die sich mangels inhaltlicher Masse nur wiederholen.

7. Mit welchem Musikstück würden Sie die Haushaltdebatte des Bundestags untermalen?

Helga Hahnemann: Wo ist mein Geld bloß geblieben? (1987, Komponist Arndt Bause)

8. Was muss in Deutschland besser/anders werden?

Politik muss wieder Politik im Interesse der Mehrheit des Volkes werden. Die Beteiligung des Bürgers an der Demokratie, die ja im eigentlichen Sinne Volksherrschaft bedeutet, darf nicht darauf beschränkt werden, einmal in vier oder fünf Jahren seine Stimme abzugeben und dann hat er keine mehr.

9. Was ist Wahrheit?

Das Gegenteil von Irrtum, Lüge oder Täuschung.

10. Unternehmensberaterin und Die Linke, passt das zusammen?

Warum nicht, schließlich ist eine meiner Erfahrungen, dass die DDR auch wegen wirtschaftlicher Ineffizienz und fehlendem Wettbewerb unterging.

Die Homepage von Dagmar Enkelmann.


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