Im Jahr 2000, ich hatte gerade mein Politik-Studium in München begonnen, kam ich mehr durch Zufall zu /e-politik.de/. Eigentlich wollte ich zweierlei: Erstens Geld verdienen und zweitens journalistische Erfahrungen sammeln. Auf mein „Bewerbung“ hat mir damals Nickl (Nikolaus Röttger) freundlich geantwortet, dass ich gerne mitarbeiten könne aber Geld gäbe es nicht. Geblieben bin ich trotzdem. Die Businesspläne und alle die Ideen der „alten Hasen“ klangen so, also können man mit /e-politik.de/ doch irgendwann Geld verdienen und irgendwie nach großer weiter Welt. Für mich also ideal um anschließend direkt anch dem Studium bei einem großen deutschen Printmedium einzusteigen – im übrigen eine Vision die sich sehr schnell als unrealisitisch herausgestellt hat.

Für mich war und ist /e-politik.de/ immer zweierlei: Zum einen eine nette Runde, mit der man über aktuelle Themen diskutieren kann und dabei Bier trinkt. Zum anderen, und das ist sogar noch wichtiger, eine journalistische Spielwiese. Wo sonst – damals konnte noch nicht jeder 12-jährige einen eigenen Blog starten – durften junge unerfahrene Nachwuchsjournalisten einfach so über Themen schreiben die sie selbst interessieren und sich einfach Mal ausprobieren? Wir haben damals viel diskutiert, es gab konstruktive und zum Teil intensive (gell Thomas und Philip) “ Blattkritik. Vor allem habe ich viel gelernt und profitiere noch heute von meiner Zeit bei /e-politik.de/ – von den vielen Tipps, von der Kritik und vor allem den guten Gesprächen. Eine geile Zeit! Schön, dass es uns noch gibt.