150. Jugend-Presse-Kongress

Redaktionsarbeit der zukünftigen Journalisten
Redaktionsarbeit der zukünftigen Journalisten

Sozial und / oder politisch engagiert? Dann sind die Veranstaltungen von „young leaders“ genau das richtige für Dich! „Zwischen Military Fitness und Olympia  Sport bei der Bundeswehr“ so lautete das Thema des 150. Jugend Presse Kongress. Doch was hat das mit Journalismus zu tun? Ein Bericht von Lisa Camp

Allgemeines

Zum ereignisreichen Sportjahr 2016 fand vom 1. bis 3. Juli in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf bei Münster der 150. Jugend Presse Kongress, erstmalig zum Thema Sport statt. Dort trafen sich 125 sozial und politisch engagierte Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren aus ganz Deutschland. Alle hatten ein gemeinsames Ziel: mehr über Sport bei der Bundeswehr, sowie Journalismus im allgemeinen zu erfahren. Zusätzlich wollten sie neue Kontakte knüpfen.

Diese Ziele wurde auch erreicht. Nach einem ruhigen Freitagabend, an dem alle angereist waren und sich die Teilnehmer kennenlernten, folgte ein aufregender und ereignisreicher Samstag. Dieser begann in Workshopgruppen, in denen die Teilnehmer später ein TV-Magazin, eine leider nicht öffentliche Internetseite, sowie eine „Kongress-Zeitung“ erstellten, welche über Nacht gedruckt wurde. Professionelle Journalisten von BILD.de, des Bayerischen Fernsehens und des ARD-Morgenmagazins unterstützten die Teilnehmer bei Erstellung der Medien. In den Gruppen wurden die Grundlagen des jeweiligen Medienformats besprochen und bereits erste Fragen geklärt. Zusätzlich wurden die Aufgaben und Interviewparter für die anstehende Medienbörse verteilt. Auch wenn die Zeit etwas kurz bemessen war, wurde jeder ausreichend auf die Interviews und Hintergrundgespräche vorbereitet.

Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr
Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr

Die Medienbörse

In der anschließenden Medienbörse interviewten die Teilnehmer dann Spitzensportler, Trainer und Vertreter der Bundeswehr. Zusätzlich führten sie viele Hintergrundgespräche rund um das Thema: „Sport bei der Bundeswehr“.

Interviewpartner war zum Beispiel Oberst Maul, seit 2012 Kommandeur der Sportschule in Warendorf. Aus seiner Sicht ist ein Schwerpunkt der Sportschule die Aus- und Weiterbildung von Ausbildern und Fachsportleitern. Zudem unterstützt die Sportschule viele Spitzensportler, besonders in Randdisziplinen wie dem Boxen. Ohne diese Unterstützung wäre es für viele Spitzensportler, beispielsweise dem Beachvolleyballer Julius Brink nicht möglich, Erfolge wie Gold bei Olympia 2012 zu erzielen.

Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich das Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr. Oberarzt Dr. Lison erklärte die Schwerpunkte der Einrichtung. Dort lautet die Maxime: „Gesundheit fördern, Leistung steigern, Belastbarkeit optimieren“. Der darauf basierende Schwerpunkt ist die Behandlung von im Einsatz verletzten Soldaten und Soldatinnen. Um ihren Heilungsprozess zu verbessern, werden zusätzlich Familienangehörige bestmöglich betreut. Die fachärtzliche Untersuchung, Begutachtung, Beratung und Behandlung von Soldaten und Soldatinnen werden von Internisten, Orthopäden und einer Sportmedizinischen Ambulanz durchgeführt. Um den dort trainierenden Spitzensportlern gerecht zu werden, arbeiten rund 30 Mitarbeiter nach sportmedizinischen Richtlinien des deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Die Spezialisten im Zentrum für Sportmedizien stellen zum Beispiel Trainingsempfelungen aus, welche oft direkt an der Sportschule umgesetzt werden.

Einführung Military Fitness
Einführung Military Fitness

Sportliche Aktivitäten für die Teilnehmer

Als sportlicher Anteil des Kongresses wurden Beachvolleyball, Military Fitness, Schwimmen, sowie Fußball angeboten, die zusätzlich einen Einblick in das jeweilige Training boten. Beim Military Fitness wurde den Teilnehmern sogar die von Soldaten benötigten Fähigkeiten gezeigt. So zählen nicht nur Muskelmasse und eiserne Disziplin viel wichtiger ist das logische und klare Denken unter körperlicher Belastung und die Arbeit im Team. Dies wurde den Teilnehmern zum Beispiel beim Überwinden eines insgesamt sechs Meter hohen Strohballens verdeutlicht. Ebenfalls wurden sie durch Ausdauer und Kraftübungen wie Liegestützen und Kniebeugen beansprucht. Insgesamt machten die Übungen Spaß und boten einen sehr guten Ausgleich zu den journalistischen Veranstaltungen.

Bei diesen Aktivitäten wurde die Größe des Geländes der Bundeswehr erkennbar. Die Kaserne besitzt unter anderem ein Leichtathletik- und Fußballstadion, mehrere Schwimmhallen und Beachvolleyballanlagen, sowie diverse Sporthallen und -plätze.

Die Infobörse

Um mehr über Journalismus erfahren zu können, fand eine Infobörse statt, in der die Jugendlichen den Profijournalisten ihre Fragen stellen konnten. Diese wurden ausführlich beantwortet. Zusätzlich gaben sie Tipps zum Einstieg in den Bereich Journalismus. So wurde den Teilnehmern geraten, bereits früh mit Artikelveröffentlichungen zu beginnen. Darüber hinaus seien freiwillige Praktika oder Kurse von Vorteil. Die Teilnehmer konnten ihre Fragen problemlos stellen, da die Journalisten sehr aufgeschlossen waren und sich über die Fragen und das Interesse der Jugendlichen freuten. Auch ihre unterschiedlichen Ansichten erklärten sie geduldig.

Oberst Mail im Interview
Oberst Maul im Interview

Die Organisatoren

Organisiert und durchgeführt wurde der Kongress von young leaders GmbH, Ministerien der Bundesregierung, Unternehmen und Verbänden aus der Wirtschaft, sowie gemeinnützigen Stiftungen. Diese haben sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen bei ihren Projekten zu fördern und bieten daher in regelmäßigen Abständen Workshops an. Weiterer Organisator ist die Bundeswehr, welche die jeweiligen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Aufgrund dieser Unterstützung werden auch in Zukunft weitere Veranstaltungen in ganz Deutschland stattfinden können, welche die verschiedensten Themenbereiche umfassen.

Weitere Hintergrundinformationen findet ihr auf der Homepege der Young-Leader, der Bundeswehr-Jugend sowie in der Pressemitteilung der Bundeswehr.

Der nächste Jugend Presse Kongress findet voraussichtlich im Herbst statt.

Mein Kommentar

Mir persönlich hat der 150. Jugend Presse Kongress sehr gut gefallen. Das Wochenende war gut organisiert und sowohl das „young leaders team“ als auch die Vertreter der Bundeswehr waren sehr nett. Durch die Veranstaltung konnte ich ohne großen selbstzuzahlenden Kostenaufwand einen Einblick in die Thematik „Journalismus und Sport bei der Bundeswehr“ gewinnen. Aber auch mit anderen in Kontakt zu kommen war kein Problem, da alle das gleiche Ziel verfolgten und sich viele verschiedenen Gesprächsthemen fanden. Leider war die freie Zeit zwar gering, doch das abwechslungsreiche Programm und das Public Viewing vom EM Spiel Deutschland – Italien am Samstagabend machten diesen kleinen negativen Aspekt wieder wett.


Bildrechte
Bilder 1, 3 + 4: Redaktionsarbeit, Military Fitness + Oberst Maul wurden den Teilnehmern des 150. Jugend-Presse-Kongress von Seiten Bundeswehr zur Verfügung gestellt.
Bild 2: Sportzentrum Bundeswehr Urheberrechte liegen bei der Autorin.


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