Kritik an der Energiewende: Wer zahlt? Wer entscheidet?

Die von der Bundesregierung nach dem Atomaustritt 2011 beschlossene Energiewende nimmt unter Peter Altmaier langsam Konturen an. Zwei /e-politik.de/-Autoren äußern nun Kritik an ihrer sozialen und politischen Ausrichtung. Wird die Energiewende zum Test der sozialen Marktwirtschaft und der parlamentarischen Demokratie?

Für Angela Merkel ist der 2011 nach der Erdbeben-, Tsunami- und Reaktor-Katastrophe von Fukushima beschlossene Atomausstieg ein wichtiges Etappenziel für die kommende Bundestagswahl 2013. Die Energiewende muss unter Umweltminister Peter Altmaier (CDU) gelingen. Die Pläne zum Ausbau der Stromnetze, für Offshore-Windparks, Pumpspeicher-, Gas- oder gar Braunkohlekraftwerke sind noch lange nicht fertig. Die stark ansteigenden Kosten sind jedoch bereits absehbar. Das Riskio von Großprojekten wird von den Bürgern getragen, die Gewinne bleiben bei den Unternehmen.

Der 2010 verstorbene deutsche „Solarpapst“ Hermann Scheer (SPD), die treibende Kraft hinter dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2000 und Träger des Alternativen Nobelpreises, sah in der Dezentralisierung der Energieversorgung die große Chance, um schnell und kostengünstig die Energiewende zu vollziehen. Dieses Paradigma scheint sich nun zu wandeln.

Kann die Energiewende unter diesen Bedingungen gelingen? Die beiden /e-politik.de/-Autoren Kai Kleinwächter und Carsten Rehbein bezweifeln dies. Darum legen sie den Finger auf den wunden Punkt.

Lesen Sie die Beiträge hier:

Die soziale Gerechtigkeit ist in Gefahr

Hinter dem Schlagwort „Energiewende“ verbirgt sich ein vollständiger Umbau der Energiewirtschaft. Ohne Beachtung der sozialen Dimension sind eine Revitalisierung industrieller Großstrukturen und gesellschaftliche Ungleichgewichte zu befürchten.
Ein Kommentar von Kai Kleinwächter

 

 

Warum die Energiewende keine Wende ist

Die Energiewende soll von Peter Altmaier nun schnell vorbereitet werden. Die technische Revolution ist bereits in vollem Gange, doch ohne faire Kostenverteilung und Mitbestimmung wird die Wende nicht gelingen.
Ein Kommentar von Carsten Rehbein

 

 

 


Die Bildrechte liegen bei Vattenfall (Windfarm, Creative Commons).


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