Die Person Stauffenbergs

Das Stauffenberg-Denkmal in Berlin„Es lebe das heilige Deutschland“, sollen die letzten Worte von Claus Schenk Graf von Stauffenberg gewesen sein. Gegen 00.15 Uhr wurde er von einem Exekutionskommando, nach einem angeblichen Standgericht unter der Leitung von Generaloberst Friedrich Fromm (Oberbefehlshaber des Ersatzheeres), hingerichtet. Stauffenberg entstammte einer alten katholischen Adelfamilie mit militärischer Tradition. Er kam in Jettingen am 15. November 1907 im bayerischen Schwaben bei Burgau als dritter Sohn von Alfred Schenk Graf von Stauffenberg, dem letzten Oberhofmarschall des Königs von Württemberg und Caroline geborene Gräfin von Üxküll-Gyllenband zur Welt.

Steile Offizierskarriere

Gemäß der Familientradition schlägt er einen militärischen Werdegang ein: Nach dem Abitur tritt er 1926 der Reichswehr bei. Auf seinem Weg zum Offizier folgt die einjährige Infanterieausbildung in Dresden sowie die Kavallerieschule in Hannover. 1929 legt er erfolgreich die Offiziersprüfung ab und wird im nächsten Jahr zum Leutnant befördert. Eine makellose Laufbahn, die sich unter dem Hakenkreuz fortsetzt. Stauffenberg steht den Ideen der Weimarer Republik zwar nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, kann ihnen aber keine entscheidend positiven Seiten abgewinnen. Im April 1932 spricht er sich bei der Wahl des Reichspräsidenten für Adolf Hitler und gegen Paul von Hindenburg aus und begrüßt Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 ausdrücklich. Darüber hinaus ist er an der militärischen Ausbildung der Sturmabteilung (SA) beteiligt.

Ab 1938 dient Stauffenberg als Generalstabsoffizier und wird mit Beginn des II. Weltkriegs sowohl im Polen-, als auch im Frankreichfeldzug eingesetzt. Als man ihn 1940 bittet, sich zum Adjutanten Walther von Brauchitschs, dem Oberbefehlshabers des Heeres, ernennen zu lassen, um an einem Umsturzversuch teilnehmen zu können, lehnt er dies ab. Er fühlt sich seinem Treueid verpflichtet und begrüßt 1941 die Vereinheitlichung der Befehlsgewalt des Oberbefehlshabers des Heeres und des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht in Hitlers Händen.

Brutales Ende noch am gleichen Abend

ErinnerungsstätteDennoch ist er mit Hitlers Politik in den besetzten Gebieten und seiner Art der Kriegsführung nicht einverstanden. 1942 tritt er gemeinsam mit Henning von Tresckow, dem Stabschef der in der Sowjetunion kämpfenden „Armeegruppe Mitte“, der Verschwörerorganisation um den ehemaligen Chef des Generalstabs Ludwig Beck bei. Ziel ist es, Hitler zu stürzen und zum Rechtsstaat, der vor 1933 bestand, zurückzukehren. Eine parlamentarische Demokratie soll es aber nicht werden. Die Bemühungen des Umsturzes gipfeln im Bomben-Attentat vom 20. Juli 1944 im „Führerhauptquartier Wolfschanze“ und dem anschließendem Putschversuch „Operation Walküre“. Hitler überlebt leicht verletzt die Explosion und der Putsch scheitert noch am gleichen Abend. Stauffenberg wird gegen 22.30 Uhr verhaftet und anschließend hingerichtet.


Die Bildrechte liegen bei Francisco Rojas (Denkmal) und Dierk Schaefer (Erinnerungsstätte) und wurden auf flickr.com veröffentlicht.

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