Berlinale: Der 9. Tag – 16.2.2007

logo_Berlinale.gifVom 8. bis zum 18.02.2007 finden in Berlin die 57. Internationalen Filmfestspielen statt. Während der folgenden zehn Tagen bespielt die Berlinale knapp fünfzig Leinwände in der ganzen Stadt mit 373 Filmen aus aller Welt. /e-politik.de/ ist dabei. Der 9. Tag von Konrad Kögler

„It gonna get worse“ – Dissidenten im tschechoslowakischen Sozialismus

Petr Nikolaev bot mit „It gonna get worse“ einen der wenigen Beiträge aus den mittel- und osteuropäischen Staaten bei der Berlinale 2007. Allerdings trägt seine Grundidee nicht über die 3605_0002_Thumb1.JPGSpielfilmlänge von knapp 90 Minuten: Spätestens nach dem ersten Drittel wird die Beschreibung der Aussteiger-Clique, die sich dem sozialistischen System der CSSR in den frühen 1980er Jahren verweigert, ziemlich redundant.

Die e-politik-Kritik: Ein spannendes Thema, dessen Umsetzung jedoch nur bedingt überzeugt. Außerdem merkt man dem Schwarz-Weiß-Film sein geringes Budget stark an.

„Teeth“ – frecher Independent-Film aus den USA

4216_0001_Thumb1.jpgSo fröhlich verließ das Publikum bisher noch keine Vorstellung: Mitch Lichtenstein gelang mit seinem anspielungsreichen Debütfilm ein großer Wurf. Er nahm Anleihen aus den Genres der Teenager-/High School-Filme sowie Horrorstreifen und würzte es geschickt mit Motiven aus der Psychoanalyse und der Mytholgie, so dass einer der bisher intelligentesten Berlinale-Filme herauskam, in jedem Fall aber der Frechste!

Die /e-politik.de/-Kritik: Dieser Film ist nicht nur ein spannendes Sittengemälde der religiösen Rechten in den USA, sondern sorgt für viel gute Laune.

„A casa de Alice“ – Drama aus Brasilien

2932_0002_Thumb1.jpgGanz anders war die Stimmungslage nach diesem Panorama-Film: Während des Abspanns hörte man kaum einen Mucks, noch beim Hinausgehen unterhielten sich die meisten Besucher nur flüsternd.

Chico Teixeira, der bisher nur Dokumentarfilme gedreht hatte, gelang ein stimmiges Porträt einer Familie in tiefer Krise: Fast jeder betrügt fast jeden, der Umgangston ist rauh, Hoofnungsschimmer erweisen sich immer wieder als trügerisch.

Die /e-politik.de/-Kritik: Dieser Film lohnt sich vor allem wegen der sehr liebevollen Charakterisierung der Figuren, die sich auf engstem Raum gewaltig auf die Nerven gehen. Man erfährt außerdem viel über die brasilianische Gesellschaft und ihre Probleme.


Die Berlinale 2007 bei /e-politik.de/:

Berlinale – Der Eröffnungstag

Berlinale – Der 2. Tag: 9.2.2007

Berlinale – Der 3. Tag: 10.2.2007

Berlinale – Der 4. Tag: 11.2.2007

Berlinale – Der 5. Tag: 12.2.2007

Berlinale – Der 6. Tag: 13.2.2007

Berlinale – Der 7. Tag: 14.2.2007

Berlinale – Der 8. Tag: 15.2.2007

Berlinale – Der 9. Tag: 16.2.2007

Berlinale – Der Schlusstag


Die Bildrechte liegen bei der Berlinale.

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