Still alive – Teil 1

Bei der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Seattle trat die Anti-Globalisierungs-Bewegung vor zwei Jahren erstmals ans Licht der Öffentlichkeit. Eine bunte Koalition aus Umwelt-, Menschenrechts-, Entwicklungshilfe-, und Gewerkschafts-Aktivisten war in die nordwestamerikanische Metropole gepilgert, um durch vielfältige Protestaktionen die Konferenz zum Scheitern zu bringen. Dass diese tatsächlich ergebnislos endete ist wohl mehr auf Verhandlungsschwierigkeiten als auf die Blockaden der Demonstranten zurückzuführen. Dennoch ist Seattle als erstes großes Erfolgserlebnis in die kollektive Erinnerung der Bewegung eingegangen.

Globalisierungsgegner.jpgKein zweites Seattle

Wenn diese Woche wieder Delegationen aus 142 Ländern zur vierten WTO Ministerkonferenz zusammenkommen, wird es ein zweites Seattle nicht geben. Dies ist einerseits auf die bessere Vorbereitung der Teilnehmer zurückzuführen, die dieses Mal schon im Vorfeld viele Konfliktpunkte beseitigt haben. Zum anderen hat sich die WTO nach Doha im arabischen Emirat Katar zurückgezogen, wo öffentliche Protestaktionen verboten sind.

Darüber hinaus wirken sich die Folgen der Ereignisse des 11. September für die Anti-Globalisierungs-Bewegung negativ aus. Nicht nur ihre Anliegen sind weitgehend aus den Medien verschwunden. Auch erfreuen sich ihre Taktiken, die große Polizeiaufgebote herausfordern, in Zeiten eines verstärkten Sicherheitsbedürfnisses geringerer Zustimmung. Außerdem muss sie im Zuge verschärfter Anti-Terror Gesetze mit mehr Repressalien rechnen. Und auch auf politischer Ebene wird der Beginn einer neuen Verhandlungsrunde, gegen die sich die Bewegung wehrt, von US Handelsminister Robert Zoellick mittlerweile als ein Teil des „War on Terrorism“ verkauft.

Viele Aktionen geplant

Dennoch sind für die Zeit der Konferenz vom 8. bis 13. November weltweit zahlreiche Protestaktionen geplant. Seit Monaten haben Hunderte „Civil Society„-Gruppierungen eine gemeinsame Erklärung im Internet unterzeichnet. Auf der Homepage des Independent Media Center, das seit Seattle über alle Protestaktionen aus der Perspektive der Bewegung berichtet, wird es täglich neue Radio und Videosendungen über die Konferenz geben. Sie werden vom Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“ ausgestrahlt, das in Doha vor Anker liegt.

In New York werden bei einem Strategiegipfel Alternativen zur gegenwärtigen Gesellschaftsordnung diskutiert und langfristige Ziele der Bewegung definiert. Das in Frankreich entstandene globalisierungskritische Netzwerk ATTAC, dem auch die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di angehört, hat weltweit Aktionen angekündigt. Und Global Unions, ein Bündnis zahlreicher internationaler Gewerkschaftsvereinigungen, hat für den 9. November (in Deutschland für den 10. November) seinen ersten „Global Unions Day of Action“ ausgerufen.


Lesen Sie im zweiten Teil mehr über die Forderungen der Globalisierungsgegner und die daraus entstehenden Interessenskonflikte.

Foto: Copyright liegt bei www.indymedia.org, Homepage des Independent Media Center.

2 Kommentare auf “Still alive – Teil 1

  1. ich finde den verschissenen zweiten teil nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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